Start im September

Freiwillige gesucht: FC Homberg und Stadt bieten Soziales Jahr im Sport

Jugenleiter Christian Marx steht im Stadion am Stellberg in Homberg.
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Sucht Unterstützung: Christian Marx ist Jugendleiter des FC Homberg und sucht mit dem Verein einen Freiwilligendienstler, der Kinder bald auch im Stadion trainieren könnte.

Das hat sich der FC Homberg leichter vorgestellt: Zum ersten Mal seit Jahren will der Verein in Zusammenarbeit mit der Stadt zum Ausbildungsstart im September einem jungen Menschen die Chance für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport geben. Das Problem: Es bewirbt sich niemand. Dabei haben Verein und Stadt einiges zu bieten.

Homberg - „Wer zum Beispiel Erzieher oder Lehrer werden will, kann sich prima ausprobieren“, sagt Christian Marx, Jugendleiter beim FC Homberg. Denn dem FJSler wird ein Jahr lang nicht nur eine Ausbildung im Fußball geboten. Zusätzlich kümmert er sich in den städtischen Kitas um die Bewegungsschulung der Jüngsten, hilft in den Schul-AGs, die der Fußballverein betreut, und wird im Jugendzentrum eingesetzt. Die Betreuung des Social Media-Auftritts des FC Hombergs soll ebenso zu seinen Aufgaben gehören wie das Training der F-Jugend.

Und der Freiwilligendienstler darf vor allem kreativ sein: „Er soll eigene Ideen und Projekte einbringen“, sagt Marx. Darüber hinaus könne er sich an der Planung der Mini-WM des Vereins beteiligen, Zelt-Wochenenden und Bundesligafahrten organisieren – sobald die Coronasituation das wieder zulasse. Im Fitnessbereich des Jugendzentrums ließen sich Trainingsprogramme entwickeln, erklärt Klaus Herz, Fachbereichsleiter Kinder, Jugend, Soziales und Integration der Stadt. „Man könnte sich als Anleiter ausprobieren und beim Training die Efzewiesen einbeziehen.“

Das sind nur einige der Ideen, die auf den Freiwilligen warten. Die Sportjugend Hessen packt zusätzlich ein ganzes Jahr voller Lehrgänge obendrauf. Zum Start gibt es einen Übungsleiterlehrgang „Breitensport, Profil Kinder und Jugendliche“. Eigenständig arbeiten werde der FSJler erst, wenn er die Übungsleiterlizenz erhalten habe, sagt Marx. „Solange wird er von Erziehern und Trainern begleitet.“ Außerdem bietet die Vernetzung mit der Sportjugend Kontakt zu anderen FSJlern in Hessen.

Die Arbeit umfasst 38,5 Stunden monatlich. Der Einsatz zwischen FC Homberg und Stadt wird aufgeteilt – jeweils elf Stunden sind vorgesehen. Die restlichen 16,5 Stunden Arbeitszeit sind für Vor- und Nachbereitung einzelner Projekte und von Trainingseinheiten eingeplant. Vergütet wird das Projekt mit 300 Euro im Monat – ge–stemmt von Verein und Stadt. Ein Arbeitsplatz würde bei der Stadtjugendpflege eingerichtet.

Dem Verein würde der FSJler mächtig helfen: „Wir haben große Probleme, Jugendtrainer zu finden“, sagt Marx. Unterstützung in diesem Bereich sei dringend nötig. Wie dem FC Homberg gehe es jedoch vielen. Nur noch wenige seien bereit, ein solches Betreueramt zu übernehmen. Dabei biete die Aufgabe viel Raum für Ideen und selbstständiges Arbeiten.

Das sollten Bewerber übrigens auf jeden Fall mitbringen. Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit sind gefragt. „Man sollte auch etwas mit Fußball zu tun haben und mit Kindern arbeiten wollen“, sagt Marx. Der Freiwilligendienst kann laut Mitteilung als Wartezeit für einen Studienplatz oder als Praktikum für entsprechende Ausbildungen angerechnet werden.

Bewerbungen für das FSJ beim FC Homberg

Wer seinen Abschluss in der Tasche und Lust hat, ab 1. September ein Jahr lang in der Jugendfußballabteilung des FC Homberg sowie in Kitas bei der Stadt mitzuarbeiten, kann seine Bewerbungen richten an: FC Homberg 1924 e.V., Christian Marx, Parkstraße 1, 34576 Homberg oder per E-Mail an jugend@fchomberg.de. Gefordert sind Motivationsschreiben, Lichtbild, Lebenslauf und das letzte Zeugnis. Für Rückfragen steht Christian Marx unter 0171/690 70 26 zur Verfügung. (Chantal Müller)

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