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Fritzlar-Homberg: Kommunen wollen in der Krise Energie sparen

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Von: Claudia Brandau, Daniel Seeger, Cora Zinn

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Das Fritzlarer Rathaus.
Auch im Fritzlarer Rathaus überlegt man, wie die Kommune Energie sparen kann. © Daniel Seeger

Die Kommunen im Kreisteil Fritzlar-Homberg setzen auf deutlich weniger Energieverbrauch - mit unterschiedlichen Plänen.

Fritzlar-Homberg – Die steigenden Preise für Strom und Gas stellen die Städte und Gemeinden im Landkreis vor die große Frage, wo und wie sie Energie einsparen können. Viele öffentliche Gebäude wie das Jesberger und Borkener Rathaus wurden erst vor kurzem energetisch saniert. Die Gemeinde Jesberg nennt sich seit langem Klimakommune: „Wir schauen ja nicht erst seit dem Ukraine-Krieg auf die Energiekosten“, sagt Bürgermeister Heiko Manz. So hat die Gemeinde auch schon längst von Öl auf Solarthermie umgerüstet, um das Wasser im Jesberger Freibad zu erwärmen.

Die Stadt Homberg setzt auf die energetische Sanierung von Gebäuden wie Kitas und Multifunktionshäusern. Außerdem werde man ein Nahwärmenetz für die städtischen Liegenschaften am östlichen Teil des Marktplatzes einrichten.

Waberns Bürgermeister Claus Steinmetz strebt an, dass die Gemeinde energieneutral wird. Derzeit würden 80 Prozent des in der Gemeinde verbrauchten Stroms vor Ort erzeugt – insgesamt 24 Millionen Kilowattstunden. Außerdem habe man auch die Mitarbeiter aufgefordert, Vorschläge zum Energiesparen einzureichen.

Die Stadt Fritzlar habe vor dem Hintergrund der Energiekrise und um einen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten bereits Anfang des Jahres gehandelt, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat. So habe man beispielsweise die Wassertemperatur im Freibad von 25 auf 23 Grad gesenkt. „Dadurch sparen wir monatlich rund 5000 Kilowatt pro Stunde, das entspricht 2500 Euro“, so Spogat. Die Beleuchtung etlicher Gebäude in der Dom- und Kaiserstadt solle nun auch auf den Prüfstand.

Auch die Stadt Gudensberg spart Strom: Die Obernburg wird schon seit Ende Juli abends nicht mehr angestrahlt. Der Vorschlag kam vom Verein der Obernburgfreunde. „Mit der Abschaltung wollen wir ein Zeichen setzen und der drohenden Energie und Stromknappheit begegnen“, sagt Bürgermeisterin Sina Best.

In Niedenstein gibt es laut Bürgermeister Frank Grunewald einen großen Vorteil: Alle städtischen Gebäude sind an eine Ölzentralheizung angeschlossen. „Das war früher eher ein Nachteil, jetzt kommt es uns zugute“, sagt der Rathauschef. Außerdem wurde vor vier Wochen der Brunnen vor dem Rathaus abgestellt und auch der Hessenturm wird in der Dunkelheit nicht mehr beleuchtet. (Cora Zinn, Claudia Brandau und Daniel Seeger)

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