Insolvenzverwalter sieht gute Chancen für Weiterbetrieb

Gartenbau Lambrecht: Vorläufige Insolvenz eröffnet

Homberg. Für den Homberger Garten- und Landschaftsbaubetrieb Lambrecht ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das bestätigte das Amtsgericht in Fritzlar.

Das Unternehmen, das 1977 gegründet wurde, beschäftigt 28 Mitarbeiter. Es handelt sich um einen der größten Garten- und Landschaftsbaubetriebe im Landkreis.

Insolvenzverwalter Dr. Hans Jörg Laudenbach ist allerdings optimistisch, dass der Betrieb aus der Schieflage heraus geführt werden kann. „Wir haben eine sehr gute Auftragslage auch für die kommenden Monate. Alle Mitarbeiter sind in Beschäftigung“, sagte er am Montag gegenüber der HNA.

Die Lieferanten seien bereit, weiter Material zu liefern, und in zwei Betriebsversammlungen hätten sich auch die Beschäftigten zu dem Unternehmen bekannt. Das Lambrecht-Gelände könne weiter genutzt werden. Auch Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz habe seine Unterstützung zugesagt.

Bis Ende September zahle die Arbeitsagentur Insolvenz-Ausfallgeld. Das verschaffe dem Betrieb die finanzielle Luft, die er jetzt benötige, erklärte Laudenbach.

Mehrheitsgesellschafter der „Lambrecht GaLaBau GmbH“ ist nach Auskunft des Insolvenzverwalters der Maschinenring Schwalm-Eder. Eine Minderheitsbeteiligung halte Rolf Lambrecht.

Die Probleme des Unternehmens resultieren nach Einschätzung von Hans Jörg Laudenbach in der zu geringen Eigenkapital-Ausstattung. Darüber hinaus habe man bei Ausschreibungen mehrfach knapp verloren. Damit seien die Umsätze zurückgegangen. Ein wichtiges Standbein des Unternehmens sind Aufträge von Städten und Gemeinden.

Bis Oktober habe man jetzt Zeit, Gesellschafter für den Betrieb zu suchen. Zunächst handele es sich um ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Fritzlar prüfe alle Bedingungen und entscheide, ob ein Verfahren eröffnet werde.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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