Homberg

Gastronomie, Parkplätze und Co: Altstadt soll attraktiver werden

Schön anzusehen: Die Fachwerkhäuser und die Reformationskirche in der Homberger Innenstadt. Foto: Jörg Zank

Homberg. Es gibt viele Stellschrauben, an denen in Homberg in nächster Zeit gedreht werden muss. Dabei gehe es insbesondere um die Belebung der Innenstadt, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz im HNA-Gespräch.

Die Nahversorgung sei ein entscheidendes Thema, wichtig seien auch die Parksituation, die Erweiterung des gastronomischen Angebots und die Organisation von Veranstaltungen. Dabei hat er ein klares Ziel vor Augen: Die Innenstadt soll wiederbelebt werden.

Das gastronomische Angebot solle erweitert werden. Den Gedanken, dass in den Schirnen eine Eisdiele eröffnen könnte, finde er gut. Eine Eisdiele würde zur Atmosphäre des Marktplatzes passen, meint Ritz. Über die Ausgestaltung müsse man diskutieren und stets die Attraktivitätssteigerung im Blick haben.

Vor allem durch Veranstaltungen in der Stadt könne es gelingen, die Beziehung der Menschen zur Innenstadt positiv zu beeinflussen. Das sei dringend nötig. Ritz setzt dabei nicht nur - aber verstärkt - auf privates Engagement. Beispiele dafür: Märchen- und Familientag sowie Herbstmarkt.

„Es gibt keine große Innenstadtvitalisierungs-Glocke, die man drüberstülpt und schon wächst, und gedeiht alles.“

Die Einführung von Parkgebühren bringe neuen finanziellen Spielraum. Außerdem sei es wichtig, neuen Parkraum zu schaffen. Ein Nachteil Hombergs sei, dass es anders als in Fritzlar oder Melsungen an größeren, zusammenhängenden Parkflächen fehle. „Man muss in Homberg verlässlich einen Parkplatz im Fünf-Minuten-Radius um die Altstadt finden.“

Mit all dem werde man aber nicht schon im Sommer fertig. Es seien intensive Planungsprozesse nötig, die aus vielen Einzelbausteinen bestünden. „Es gibt keine große Innenstadtvitalisierungs-Glocke, die man drüberstülpt und schon wächst und gedeiht alles.“

Menschen mitnehmen 

Er wolle bei den Planungen die Menschen mitnehmen, nur so könne die Umsetzung erfolgreich sein. Deshalb sei es wichtig, dass die Entscheidungsprozesse nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden. „Das war einer der Fehler der Vergangenheit“, sagt Ritz. Die Homberger sollten jetzt spüren, dass es vorwärtsgeht. „Und das beständig“, so Ritz.

Man müsse aber auch weiter über kritische Punkte diskutieren. Dazu zählte in der Vergangenheit der Kauf des ehemaligen Gasthauses Krone durch die Stadt. Durch eine Kombination von öffentlichem und privatem Geld könne eine gute Lösung erzielt werden, sagt er und spielt damit auf eine Art Tauschgeschäft an: Arbeitskraft gegen Geschäftsanteile.

Konkret könnte der Weg so aussehen: Der Stadt gehört das Gebäude, und Handwerker - möglichst aus der Region - helfen mit ihrer Arbeitskraft bei der Sanierung. Im Gegenzug erhalten sie Anteile an der Krone. Ist die Krone saniert und wird ein Pächter gefunden, würden die Handwerker nach und nach auf ihre Kosten kommen (wir berichteten). Wenn sich das in die Tat umsetzen lasse, dann könnte die Eröffnung der Krone noch im Herbst möglich sein.

Vorausgesetzt: „Das Konzept stimmt“, so Ritz. Und es wird an den richtigen Stellschrauben gedreht.

Von Maja Yüce

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