Überschuss soll jährlich wachsen

Haushalt: In der Kasse bleibt etwas übrig

Homberg. Finanziell aufwärts geht es mit der Stadt Homberg. Denn nach einem Überschuss in Höhe von 700 000 Euro im Haushalt 2016, werden es nach den Plänen für das kommende Jahr 412 000 Euro sein. Und der Blick bis zum Jahr 2020 lässt hoffen, denn jährlich soll der Überschuss wachsen.

Das sei sicher ein „Blick in die Glaskugel“, räumte Bürgermeister Dr. Nico Ritz bei der Präsentation des Haushalts für 2017 ein. Auch wenn sich bis 2020 noch viel verändern werde, gut sei, dass die Prognosen positiv seien.

Die Eckdaten

Erträgen von rund 30 Millionen Euro stehen im Ergebnishaushalt rund 29,6 Millionen an Ausgaben gegenüber, so dass unterm Strich 412 000 Euro übrig bleiben. Die Investitionen im Finanzhaushalt werden mit 6,5 Millionen Euro festgelegt. Unter dem Strich bleibt ein Fehlbetrag von 524 000 Euro.

Damit die Stadt auch kurzfristig über Geld verfügen kann, wird der Kassenkredit auf sechs Millionen Euro festgelegt. Unverändert bleiben die Steuersätze: 450 Prozent bei den Grundsteuern A und b und 390 Prozent bei der Gewerbesteuer.

Zahlreiche Veränderungen gebe es im Stellenplan, erklärte der Bürgermeister. Der Grund: Stellen wurden gestrichen und andere in der Besoldung aufgrund neuer Aufgaben angehoben.

Einnahmen und Ausgaben

Die größten Brocken auf der Einnahmeseite sind Steuern und steuerähnlich Erträge (13,4 Mio. Euro), der Einkommenssteueranteil (5,6 Mio. Euro) und Gewerbesteuer (5 Mio. Euro). Dem stehen Personalkosten (7,3 Mio. Euro), Sach- und Dienstleistungen (5,1 Mio Euro) und Umlageverpflichtungen (10,37 Mio. Euro) entgegen.

Investitionen

Auch im Etat 2017 wird die Kreisstadt 800 000 Euro in Kanäle und die Kläranlage stecken. Um die Wasser- und Abwassersysteme in Schuss zu halten, hat die Stadtverordnetenversammlung ein Zehn-Jahres-Programm verabschiedet, das nun umgesetzt wird.

Eine Million Euro sind für den Bau des Kreisel an der Drehtscheibe vorgesehen. Das sei üppig, räumte Ritz ein, doch müsse die Neugestaltung der Drehscheibe schnell gehen, wenn 2018 das Einkaufszentrum gebaut und in Betrieb gehen soll. Bis dahin müssten die Zufahrten fertig sein, alles andere wäre nicht zuträglich.

Investieren will Homberg in die Brücke in Erlenweg in Allmuthshausen (200 000 Euro) und andere Straßenprojekte, den Kindergarten Scheune Landesfeind (400 000 Euro), die Umstrukturierung beispielsweise in die Barrierefreiheit des Rathauses (500 000 Euro) sowie die Übernahme des Ärztehauses (260 000 Euro). 

Rubriklistenbild: © dpa

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