Rock im Auto statt am Stück

Himmelfahrtskonzert in Homberger Event-Arena

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Da wussten viele bestimmt nicht, ob sie aufs Auto oder auf die Bühne schauen sollten: Michael Ost (links) und Dirk Wimmel hatten einen guten Platz beim Konzert in der Homberger Event-Arena.

Dieser Auftritt war nicht zu überhören:

Als am Donnerstagabend am Homberger Festivalgelände an der Kaserne die Hardrocker Nitro Gods aus Hannover und 20 DarkSeven auf der Bühne standen, schallten sowohl Musik als auch Applaus weit über die Stadt. Denn in diesen Zeiten ist Hupen das neue Klatschen – und es war damit nicht zu überhören, dass die Musik dem Publikum gefiel, das da coronagerecht im eigenen Auto abrockte.

Ließen den Himmelfahrtstag mit viel Power ausklingen: Die Band 20 DarkSeven, mit dem charismatischen Frontman Marcus Jürgens.

Doch auf diese Art musste das Team von Rock am Stück um Michael Döring und Torsten Schmidt nicht auf ihren traditionellen Vatertagsrock in Geismar verzichten: Die Macher von Rock am Stück präsentierten zusammen mit Joachim Walther vom Kino Cine Royal in Fritzlar in der ehemaligen Ostpreußen-Kaserne zwei Bands, die den Fans in ihren Autos kräftig einheizten. Für die Rock-am-Stück-Leute war es in der Coronazeit eine willkommene Abwechslung, zumal das für Juli geplante Event in Geismar abgesagt werden musste. So war es nicht verwunderlich, dass in Homberg Hardcore-Fans aus nah und fern dabei waren. Aber auch für die Akteure auf der Bühne war es etwas Besonderes.

Rock 'n' Roll an der Ostpreußenkaserne

Sänger und Gitarrist Oimel Larcher von der Rock 'n' Roll Band Nitro Gods war froh und dankbar, dass er mit seinen Jungs nach acht Wochen Enthaltsamkeit wieder auf einer Bühne stehen konnte. Er stand ab 22 Uhr zusammen mit Klaus Sperling an den Drums und Gitarrist und Sänger Henny Wolter auf der Bühne. „Auf der Herfahrt haben wir noch überlegt, ob das hier etwas wird“, sagte Oimel, „aber der Soundcheck war perfekt und das Gefühl sehr gut“.

Dazu kennt das Trio bereits die Macher von Rock am Stück, denn sie rockten dort schon vor zwei Jahren. Oimel Larcher hatte von der Veranstaltung in Homberg erfahren und spontan bei Michael Döring angefragt. „Ich habe mir gesagt: Du hockst eh daheim rum, also machst du mit“, sagte Oimel.

Positives Fazit zu Rock im Auto

Vor Bühne und Monitorwand, auf der die Auftritte übertragen wurden, saßen die Fans in ihren Fahrzeugen und rockten mit. Einen guten Platz hatten Michael Ost aus Falkenberg und Dirk Wimmel aus Homberg, die entspannt auf einem Strohballen auf der Ladefläche eines Chevrolet El Camino Pick-Ups saßen. Die beiden sind Fans von Rock am Stück und von den Veranstaltungen am neuen Festivalgelände: „Homberg braucht solche Unterhaltung“, sagen die beiden. Laura Bernhard und Simon Thiel aus Kassel hatten voriges Jahr bei Rock am Stück Marvin Bugajski aus Wabern kennengelernt, jetzt trafen sie sich in der Arena, um Livemusik zu erleben.

Das Fazit von Michael Döring fiel positiv aus. Wetter, Stimmung und Location passten perfekt, es hätten lediglich mehr Leute kommen können, sagt er. Etwa 30 Fahrzeuge standen vor der Bühne. „Aber es war der Probelauf und für die weiteren Veranstaltungen sehen wir das positiv.“ Der Plan sei es, jeden Monat ein Highlight zu präsentieren, es liefen Verhandlungen: Denn viele Bands fragten in Geismar nach, ob sie in Homberg mitmachen könnten. Denn alle Musiker und Helfer seien froh, endlich wieder einen oder mehrere Auftritte zu haben.

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