Schlag gegen Straßenkriminalität

135 Taten aufgeklärt: Polizei erfolgreich gegen Kriminalität in Homberg und Borken

Homberg/Borken. Die Polizei kämpft seit Anfang des Jahres in Brennpunkten Hombergs und Borkens erfolgreich gegen Straßenkriminalität. 

Die Arbeitsgruppe Stadtpark hat bisher 76 Personen ermittelt und 135 Straftaten aufgeklärt, sieben Tatverdächtige kamen in Untersuchungshaft, teilt Polizeisprecher Markus Brettschneider mit.

Bei den aufgeklärten Straftaten handele es sich hauptsächlich um Bedrohung, Raub, und Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. Grund für die Ermittlungen war der Anstieg der Straßen-, Jugend- und Drogenkriminalität vor allem in den Bereichen der Parks in Homberg und Borken, so Brettschneider. „Es gibt natürlich Treffpunkte in vielen Orten. Wir haben aber bemerkt, dass sich speziell in Homberg eine Szene entwickelt hat.“

Beschwerden haben sich gehäuft

Zudem hätten sich die Beschwerden von Anwohnern und Behörden vor Ort gehäuft. Sie klagten über Ruhestörungen und Belästigungen – überwiegend von Jugendlichen und Heranwachsenden, die unter Drogen- und Alkoholeinfluss standen. „Wir haben von Bürgern gehört, die Angst hatten, durch den Park zu laufen“, sagt Brettschneider.

Trotz der Kontrollen, durch die die Beamten die „Szene nachhaltig verunsichert“ hätten, sollen sich Menschen nach wie vor in den Parks aufhalten dürfen – auch bis in die Nacht hinein, betont der Polizeisprecher. „Die Menschen dürfen aber keine Angst davor haben, dort entlang laufen zu müssen.“

Zwar sei sich die Polizei bewusst darüber, dass durch die Kontrollen ein Verdrängungseffekt entstehe. Dennoch würde es unangenehmer für die Störenfriede, die sich laut Brettschneider zurückziehen. „Je mehr wir machen, desto mehr Druck wird natürlich auf sie ausgeübt. Sie können dann nämlich nicht mehr ungestört sein“, sagt Brettschneider. Aus diesem Grund will die Polizei weiter regelmäßig kontrollieren.

Weniger Straftaten durch Kontrollen

Bei der Bekämpfung der Straßenkriminalität arbeitet die Polizei mit der Bereitschaftspolizei – die die verstärkten Kontrollen unterstützt –, den betroffenen Kommunen sowie der Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe zusammen. 

Durch die Arbeitsgruppe Stadtpark konnten laut Polizeisprecher Markus Brettschneider insgesamt 135 Straftaten aufgeklärt werden. Dabei handelt es sich unter anderem um 16 Sachbeschädigungen, 20 Diebstahldelikte, sieben Bedrohungen, acht Körperverletzungen, elf Hausfriedensbrüche, vier Widerstände gegen Polizeibeamte, fünf Raubdelikte sowie um 28 Verstöße gegen des Betäubungsmittelgesetz und acht Verstöße gegen das Waffengesetz. 

Durch die Kontrollen seien die Straftaten deutlich reduziert werden, so Brettschneider.

Rubriklistenbild: © Stephan Jansen/dpa

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