Schnellchek zur Sitzung in Hybridform

Homberg diskutiert im Netz über Dorfentwicklung und ehemalige Kreisklinik

Die ehemalige Homberger Kreisklinik umgeben von Wald.
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Abriss oder Umnutzung: Für das ehemalige Kreiskrankenhaus in Homberg gibt es viele Ideen.

Es war ein Testlauf für die Stadt Homberg: Am Montagabend hat sie erstmals eine Ausschusssitzung als Hybridsitzung angeboten. Die Mitglieder trafen sich in der Stadthalle, Zuhörer, Magistrat und Steuerungsgruppe konnten von zu Hause aus zusehen und -hören. Die Premiere im Schnellcheck.

Um was ging es in der Sitzung?

Stadtverordnete, Magistrat und Steuerungsgruppe sollten über Zeitplan und Fortschritte in Sachen Dorfentwicklung und Weiterentwicklung des Krankenhausgeländes informiert werden. Über das weitere Vorgehen beim Projekt Dorfentwicklung informierten Petra Bammann und Christopher Schmidt vom zuständigen Planungsbüro für Stadt- und Regionalentwicklung Cima Beratung und Management aus Hannover. Klimaschutzmanagerin Helene Pankratz stellte die Pläne für das Krankenhausareal vor.

Wie lief die Hybridsitzung ab?

Wer sich online in die Bauausschusssitzung eingewählt hatte, dem wurde ein Blick auf Mitglieder von Bauausschuss und Planungsbüro sowie Mitarbeiter der Stadt ermöglicht. Das Vorgehen in der Stadthalle konnte live mitverfolgt werden. Präsentationen zu den Themenpaketen wurden für Anwesende in der Stadthalle auf eine Leinwand projiziert, für Daheimgebliebene auf dem eigenen Bildschirm geteilt. Gleichzeitig blieb das Geschehen in der Stadthalle sichtbar – genauso wie die Online-Teilnehmer, sofern die ihre Kamera nicht ausgeschaltet hatten.

Wie groß war das Interesse?

Für eine Bauausschusssitzung groß. Neben den Anwesenden vor Ort hatten sich bis zu 26 Zuhörer über das Onlineprogramm Webex zur Sitzung geschaltet. Hilfreich: die Chatfunktion. Über sie konnten einige Tonprobleme sowie Fragen schnell geklärt und weitergeben werden.

Bietet sich das Format für künftige Sitzungen an?

Auf jeden Fall. Dafür muss die Stadt allerdings noch ein bisschen am Ton schrauben. Einige Sprecher waren für Online-Teilnehmer nur schwer zu verstehen – sprachen Stadtverordnete ohne Mikro, blieb es in den Küchen, Wohnzimmern und Arbeitszimmern gänzlich still. Auch das Bild der Liveübertragung mutete etwas zu dunkel an. Pluspunkt: Der Bildschirm wurde so geteilt, dass gleichzeitig Präsentation und Geschehen in der Stadthalle betrachtet werden konnten. Das Angebot kann also eine echte Alternative sein, um in Coronazeiten möglichst viele Menschen zu erreichen – und diese vor einer Ansteckung zu schützen. (Chantal Müller)

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