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In Homberg sind drei neue Marktcampus-Bewohnerinnen

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Von: Lea Beckmann

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Die drei Marktcampus-Bewohnerinnen fühlen sich wohl in Homberg: Lara Luckwaldt (von links), Kristina Lange und Susanne Kopp.
Die drei Marktcampus-Bewohnerinnen fühlen sich wohl in Homberg: Lara Luckwaldt (von links), Kristina Lange und Susanne Kopp. © Lea Beckmann

„Es sind die Natur und Stille, die mich an Homberg so faszinieren“, sagt Kristina Lange (29). Sie gehört mit Susanne Kopp (37) und Lara Luckwaldt (35) zu den neuen Marktcampus-Bewohnerinnen in Homberg.

Homberg – Es sei die Verbindung zwischen Alt und Neu in der Stadt, warum sich die drei für Homberg und das Projekt Marktcampus entschieden haben.

Das Projekt Marktcampus ist die Weiterentwicklung des Summer of Pioneers. „Es handelt sich um eine Erprobung von Wohn- und Zukunftsmodellen“, sagt Katrin Hitziggrad von den Zukunftsoptimisten. Das Projekt stelle die Frage, wie man gemeinsam leben könne. Denn: Es geht um gemeinsames Wohnen und das Teilen von Ressourcen.

Die Neugier und die Abenteuerlust haben mich nach Homberg gebracht.

Susanne Kopp

Und diese Gemeinschaft hat Lara Luckwaldt nach Homberg gebracht. Sie ist seit drei Monaten in der Kreisstadt. „Ich habe zuvor alleine in einer Wohnung gelebt und hier wohne ich in einer Wohngemeinschaft, in der wir eine Gemeinschaftsküche nutzen“, sagt die 35-Jährige, die aus dem Hochtaunuskreis kommt. Durch das Beisammensein sei man direkt vernetzt, auch wenn man vorher niemanden kenne.

Auch Susanne Kopp wollte aus ihrer Komfortzone raus. „Die Neugier und die Abenteuerlust haben mich nach Homberg gebracht“, sagt die 37-Jährige. Sie wohnt zwar allein in einer der Stadtwohnungen, doch „wir teilen Ressourcen miteinander, wie zum Beispiel eine Waschmaschine“, erklärt sie. Kopp kommt aus Stuttgart. Sie arbeitet bei einem Automobilkonzern.

Der Beruf stand ihr nicht im Weg, um für eine gewisse Zeit in Homberg ihre Zelte aufzuschlagen. „Ich kann von überall arbeiten – es ist alles digital.“ Und ansonsten arbeitet sie neben ihrem Job zum Beispiel in der Bar im Kochs, im ehemaligen Schuhgeschäft Koch, oder bietet Zeichenkurse im Coworking-Space FachWerkerei an. Sie habe kein bestimmtes Projekt mitgebracht, sondern ihre Fähigkeiten, sagt sie über sich selbst.

Projekt Marktcampus in Homberg macht Innenstadt belebter

Das Projekt Marktcampus strebt an, dass die Teilnehmer eigene Projekte in der Stadt anstreben und umsetzen. So werde die Innenstadt noch belebter. Es sei wichtig, die Flächen, die geschaffen wurden, zu nutzen. Kristina Lange hatte die Idee, Konzert und Seminar miteinander zu verbinden – Wohnzimmer-Konzerte nennt sich ihr Projekt. „Es ist Gesang, Comedy und Seminar in einem“, sagt sie. Die 29-Jährige kommt aus Hamburg, wo sie eine Ausbildung im Bereich Musical gemacht hat. Lara Luckwaldt, gelernte Diplompädagogin und Therapeutin, möchte die Themen Mobbing an Schulen und den Umgang mit Mitmenschen angehen.

Die drei Marktcampusbewohnerinnen erhalten einen Zuschuss für ihre Wohnungen in Homberg durch die Förderung von Zukunft Innenstadt. Sie wollen voraussichtlich bis Ende des Jahres in Homberg bleiben, aber das könne sich auch ändern. „Das Projekt beabsichtigt, sich für eine gewisse Zeit, ehrenamtlich in die Arbeit einzufügen, nicht auf Dauer – eine Zeit in der man sich ausprobieren kann“, erklärt Hitziggrad. (Lea Beckmann)

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