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Klaus Bölling ist Betriebsrats-Chef: Homberger vertritt bei Asklepios-Konzern 68 000 Beschäftigte

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Von: Maja Yüce

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Auf dem Foto ist Klaus Bölling zu sehen.
Vertritt jetzt 68 000 Asklepios-Beschäftigte: Konzernbetriebsratsvorsitzender Klaus Bölling. © Claudia Brandau

Klaus Bölling aus Homberg ist der neue Konzernbetriebsratschef der Asklepios Kliniken.

Schwalm-Eder – Die Asklepios Kliniken haben einen neuen Konzernbetriebsrat: An der Spitze steht mit Klaus Bölling aus Homberg zum ersten Mal ein Nordhesse. Er vertritt bundesweit die Interessen von 68 000 Beschäftigten in einem der größten Gesundheitskonzerne Deutschlands. „Ich freue mich, dass ich einstimmig gewählt wurde“, sagt Bölling, der gelernter Krankenpfleger ist.

Er ist bereits Betriebsratsvorsitzender der Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken und wird sich von seinem Schwalmstädter Büro aus um die Belange der Beschäftigten in den 170 Asklepios-Einrichtungen in 14 Bundesländern kümmern. Zum Konzern gehören auch die beiden Teilkonzerne Rhön und Mediclin, deren Betriebsräte ebenfalls im Konzernbetriebsrat vertreten sind.

Klaus Bölling ist jetzt auch im Aufsichtsrat von Asklepios

„Es sind jetzt mehr Termine, aber die Themen bleiben gleich. Außerdem arbeiten wir schon sehr digital und werden noch digitaler“, sagt Bölling mit Blick auf Videokonferenzen und mehr. Dennoch werde er jetzt öfter reisen, etwa zum Hauptsitz nach Hamburg. Denn Bölling ist jetzt auch im Aufsichtsrat von Asklepios.

Der neue Konzernbetriebsrat positioniert sich klar: „Wir verstehen uns als ein politischer Betriebsrat und werden zu gesundheitspolitischen Themen Stellung beziehen“, sagt Bölling. Der Konzernbetriebsrat spricht sich für Tarifverträge an allen Standorten des Krankenhausbetreibers aus. Außerdem fordert er einen Stopp von Ausgliederungen sowie Entlastung.

Klaus Bölling will sich um die Entlastung der Beschäftigten gehen

„Attraktive Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung sind die Voraussetzungen dafür, auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Das garantieren nur Tarifverträge mit einer anerkannten Gewerkschaft“, erklärt Bölling. Weiterhin seien viele Beschäftigte an etlichen Asklepios-Standorten nicht durch Tarifverträge geschützt. „Dieser Zustand muss schnellstens beendet werden.“

Die Konzernstrategie, Bereiche aus den Kliniken auszugliedern, schade der Versorgungsqualität. Außerdem müsse es um die Entlastung der Beschäftigten gehen. Aus personeller Unterbesetzung dürften nicht länger wirtschaftliche Vorteile gezogen werden. (Maja Yüce)

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