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Ideen für die Stadt gesucht – Projekt Wandelpfad soll zum Mitmachen mobilisieren

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Von: Christine Thiery

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Auf dem Foto sind mehrere Menschen zu sehen.
Startschuss für neue Ideen: Das Projekt Wandelpfad will motivieren, über Stadtentwicklung nachzudenken. Bürgermeister Nico Ritz, Jörg Jessen, Katrin Hitziggrad, Helene Peters und Markus Staedt sind auch dabei. © Christine Thiery

Die Stadt Homberg beteiligt sich immer mehr mit dem Thema Stadtentwicklung. Ein neues Projekt namens Wandelpfad startet.

Homberg – Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Genauer gesagt: Wie kann sich Hombergs Innenstadt entwickeln und wie wird sie in zehn Jahren aussehen? Mit Stadtentwicklung beschäftigt sich das Bundesprogramm „Post Corona Stadt“, an dem auch die Stadt Homberg teilnimmt. Am Samstag, 14. Mai, startet dessen Projekt Wandelpfad und Coworking Galerie, ab 15 Uhr.

Zum Tag der Städtebauförderung beginnt es im ehemaligen Schuhhaus Koch mit einer Ausstellung über den Wandelpfad.

Das Projekt Wandelpfad umfasst konkret die Entwicklung der Stadt entlang eines Weges von den Efzewiesen bis zum Schlossberg. Der Pfad führt über die Freiheit und den Busbahnhof in die Untergasse und von dort über die Rosenthalgasse über den Marktplatz bis hoch zur Burg. „Dieser Weg wurde ausgesucht, um exemplarisch daran festzumachen, wie sich die Stadt entwickeln könnte“, sagte Bürgermeister Nico Ritz. Im Prinzip sei dies ein Experiment, das vieles vereine.

Homberg sei stark vom demografischen Wandel, Überalterung und Leerstand betroffen

Man könne sich fragen, was mit dem Feuerwehrhaus passieren könne, wie sich der Busbahnhof entwickeln müsse oder was aus der alten Druckerei in der Rosenthalgasse werden könne. Fragen nach einer Stadt im Zuge des Klimawandels, Mobilität auf dem Land oder neue digitale Arbeitsräume sowie Wohnformen könnten eine Rolle spielen. Naherholung, sanfter Tourismus oder kulturelle Aktionen, vieles seien mögliche Aktionsfelder.

Homberg sei stark vom demografischen Wandel, Überalterung, Leerstand und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, sagte die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Helene Peters. Das Programm soll die Frage beantworten, wie man dennoch gestärkt aus der Pandemie hervorgehen könne. Vision sei es, dass sich Initiativen vernetzen und die Stadtbewohner zu Akteuren werden. Das Rosenthalgässchen stehe dafür als zentraler Punkt. Die Gasse, in der quasi nichts mehr los ist, soll zum Leben erweckt werden. Dabei sei sie Symbol für den dringend benötigten Wandel, der nicht erst seit der Pandemie für die Stadt nötig werde. Unterstützt wird das Programm durch das Urban Change Management mit Katrin Hitziggrad und Jörg Jessen sowie von Markus Staedt von der ANP Architektur- und Planungsgesellschaft.

150 000 Euro werden für den Projektträger die Stadt Homberg zur Verfügung stehen

Das Problem betreffe viele Kleinstädte, aber auch einzelne Quartiere in Großstädten, sagte Staedt. Bundesweit laufen derzeit 17 Projekte zu diesem Thema. Sie wurden aus 220 Bewerbern ausgesucht. Mit diesen wolle man sich austauschen, um voneinander zu lernen. 150 000 Euro werden für den Projektträger die Stadt Homberg zur Verfügung stehen.

Ab 18 Uhr wird die Pop Up Bar mit dem Namen Holzhäuser in Transit im Schuhhaus Koch an diesem Samstag geöffnet sein. Dort klingt der Tag aus und bei Musik und Getränken und eventuell ersten Gesprächen und Ideen. Die Pop-up-Bar wird darüber hinaus ab Donnerstag, 12. Mai, jeden zweiten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr für Austausch geöffnet sein. Hinter dem Namen Holzhäuser in Transit für die Bar steht, dass die Bar eigentlich für die Holzhäuser Straße 15 geplant war, nun aber ins Schuhhaus Koch ausweicht. (Christine Thiery)

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