Homberg: Das Sparen war erfolgreich

Homberg ein Jahr früher aus Schutzschirm entlassen

Freuen sich über die Entlassung aus dem Schutzschirm: Jürgen Thurau (von links), Sascha Zahmel, Dr. Nico Ritz, Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Winfried Hausmann, Ralf Debus und Joachim Pauli. Das Bild ist vor der Corona-Krise entstanden. 
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Freuen sich über die Entlassung aus dem Schutzschirm: Jürgen Thurau (von links), Sascha Zahmel, Dr. Nico Ritz, Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Winfried Hausmann, Ralf Debus und Joachim Pauli. Das Bild ist vor der Corona-Krise entstanden. 

Sparen, sparen, sparen – das hat der Kommunale Schutzschirm des Landes für Homberg bedeutet.

Durch Interkommunale Zusammenarbeit mit anderen Kommunen, Zusammenlegung von Kämmerei und Steueramt sowie der Digitalisierung des Rathauses hat die Kreisstadt versucht Geld zu sparen. Nun wurde Homberg aus dem Schutzschirm verabschiedet. Hombergs Arbeit unter dem Schutzschirm in Zahlen:

0 Einrichtungen 

musste die Stadt schließen, als sie unter den Schutzschirm des Landes geschlüpft ist. Die Regel ist das allerdings nicht. Viele Kommunen müssen unter dem Rettungsschirm Einrichtungen schließen. Spangenberg etwa machte das Jagdschloss dicht und strich die Vereinsförderung.

3,9 Millionen Euro

kann die Stadt laut Mitteilung des Landes durch das Investitionsprogramm Hessenkasse maximal investieren.

4 konkrete Maßnahmen

wurden umgesetzt, um die Schulden der Stadt abzubauen. Auf freiwillige Leistungen wurde dabei nicht verzichtet, berichtet der Homberger Kämmerer Ralf Debus. Allerdings wurde die Grundsteuer in drei Jahresschritten von 305 auf 450 Prozent angehoben, die Gewerbesteuer in zwei Jahresschritten auf 390 Prozent.

Die Stadt hob Kindergarten-, Schwimmbad-, Dorfgemeinschaftshäuser- und Friedhofsgebühren an. „Um die Verwaltungskosten zu senken, wurde und wird verstärkt auf interkommunale Zusammenarbeit gesetzt“, sagt Debus.

5 Jahre 

ist es her, dass Homberg erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreicht hat. Das war im Jahr 2015. Um aus dem Schutzschirm entlassen zu werden, ist es Voraussetzung, drei ausgeglichene Haushalte in Folge und danach auch geprüfte Jahresabschlüsse vorlegen zu können. „Die Prüfung der Jahresabschlüsse durch das Rechnungsamt fiel für Homberg positiv aus. Die Stadt kann mit Stolz sagen: ,Tschüss Schutzschirm´“, sagt Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.

12 Monate

früher als geplant, konnte die Stadt den Schutzschirm verlassen. Sie war seit Dezember 2012 im Landesprogramm. „Homberg ist eine erfolgreiche Schutzschirmkommune“, sagt Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber.

16 Millionen Euro 

Entschuldungshilfe hat die Stadt vom Land erhalten. Davon wurden elf Millionen verwendet, um Liquiditätskredite abzubauen. Sie liegen weiterhin bei Null Euro, so Debus. Außerdem nutzte die Stadt knapp fünf Millionen Euro, um Verbindlichkeiten aus der Kreditaufnahme für Investitionen zu begleichen.

23 Kommunen 

haben vor Homberg den Schutzschirm bereits verlassen können. Das Land hatte das Konsolidierungsprogramm 2012 aufgelegt, um Städte, Gemeinden und Landkreise mit besonders hohen Schulden zu unterstützen. Es stellt bis zu 2,8 Milliarden Euro bereit. Darüber hinaus gewährt das Land eine Zinsverbilligung in Höhe von etwa 400 Millionen Euro.

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