Arbeiten laufen auch während Coronapandemie weiter

Einkaufszentrum an der Drehscheibe: Der Rohbau ist fast abgeschlossen

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Das Gebäude wächst in die Höhe: Unzählige Stelen sind derzeit auf der Baustelle an der Drechscheibe zu sehen. Die Arbeiten am Rohbau des Einkaufszentrums sind zu 90 Prozent beendet. 

Es wächst und wächst und wächst: Das Einkaufszentrum an der Homberger Drehscheibe nimmt mehr und mehr Gestalt an.

Täglich wird Material angeliefert, Arbeiter sind in ihren Gewerken unterwegs, Bauleiter treffen sich zur Lagebesprechung. Die Baustelle steht auch in Zeiten des Coronavirus nicht still. Aus gutem Grund: Die Investoren halten nach wie vor an ihrem Zeitplan fest, wollen Ende des Jahres eröffnen.

„Wir haben zwar etwas weniger Kapazitäten als vor der Krise, aber es geht weiter“, berichtet Mohamed Younis, Geschäftsführer von Investor Schoofs Immobilien. Dennoch habe man auch auf der Baustelle, für Handwerker, Arbeiter und Bauleiter Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Besprechungen würden nun nur noch im Freien stattfinden, Gespräche seien nur noch mit dem nötigen Sicherheitsabstand erlaubt, außerdem habe man ein sogenanntes Satelitten-Büro eingerichtet, berichtet Younis. „Alle Mitarbeiter bleiben in Homberg, aus Neu-Isenburg fährt niemand mehr dorthin. Wir erledigen alles telefonisch.“

Auf der Baustelle selbst finde ebenfalls kein Austausch statt – so gut es eben geht. „Alle Arbeiter sind angehalten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Abstand zueinander zu halten“, so Younis. Auch während der Arbeit in den Gewerken soll Abstand eingehalten werden. Die Investoren hätten darüber hinaus die Unterkünfte für die ausländischen Arbeiter vergrößert – nicht mehr als zwei Leute leben laut Younis derzeit in den Räumlichkeiten, die vom Unternehmen bereitgestellt werden.

Außerdem wurden Schutzmasken bestellt. Für wen eine solche bereits geliefert wurde, der muss sie auch tragen. Mit kleinen Aufmerksamkeiten wie kostenlosem Essen wollen die Investoren die Arbeiter moralisch unterstützen. „Für die Helfer aus dem Ausland ist die Situation natürlich bedrückend. Jeder denkt an seine Familie“, so Younis.

Da wird alles vorbereitet: Die Arbeiten für Anlieferung und am Aldi-Gebäude sollen nach Ostern beginnen.

45.000 Kubikmeter Schutt und Erde wurden von dem Grundstück an der Drehscheibe geschafft, nur wenig davon sei durch den früheren Betrieb eines Autohauses und einer Tankstelle auf dem Gelände kontaminiert gewesen. Es wurde Platz geschaffen für die, die sich heute um Rohbau – 90 Prozent seien fertiggestellt –, Haustechnik und das Abdichten der Decken kümmern. 35 bis 40 Menschen sind heute täglich auf der Baustelle unterwegs. Derzeit werde an der Sprinkleranlage gearbeitet, in einer Woche soll die Haustechnik des neuen Rewe-Markts installiert werden.

Nach Ostern wolle man mit dem Bau der Anlieferung beginnen und mit dem Bau des Gebäudes, in das später Aldi einziehen wird. Doch obwohl alles im Zeitplan liege, sorgt sich Younis um die weitere Entwicklung in der Coronakrise. „Wir haben viele Lieferanten aus Norditalien und suchen derzeit nach Alternativen“, berichtet er. Zwar würden Materialien wie Fliesen und Lüftungen erst im Frühsommer benötigt – er rechnet dennoch damit, dass es zu Lieferproblemen kommen könnte. „Derzeit haben wir aber noch keine Lieferschwierigkeiten“, betont der Geschäftsführer.

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