Teleskopbühne war defekt

Rettung aus 35 Metern Höhe: Techniker harrten stundenlang in eisiger Kälte aus

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Einsatz bei Minusgraden: Die Feuerwehr musste drei Techniker retten.

Ungewöhnlicher Einsatz für die Homberger Feuerwehr: Sie mussten am Donnerstagabend nicht ausrücken, um zu ihrem Einsatzort zu gelangen. 

Im Sendeturm des Gebäudes an der Wallstraße saßen stundenlang drei Techniker in Eiseskälte fest, weil ihre eigene Teleskopbühne einen technischen Defekt hatte. Gerettet wurden sie erst von der Werksfeuerwehr von B.Braun aus Melsungen.

Drehleiter war zu kurz

„Die Einsatzkräfte der Homberger Feuerwehr setzten die Drehleiter ein, diese reichte aber nicht, um an den Korb der Teleskopbühne zu kommen“, teilt Wehrführer Matthias Poppitz mit. Die Männer saßen auf einer Höhe von etwa 35 Metern fest. 

Matthias Poppitz, Wehrführer

Dort waren sie mit Arbeiten an der Sendeeinrichtung der Feuerwehr beschäftigt. Diese waren laut Poppitz gegen 18.50 Uhr fast abgeschlossen, als die Teleskopmastbühne der Techniker ausfiel. Etwa vier Meter fehlten der Homberger Feuerwehr, um die Techniker aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Die Wehr der Kreisstadt setze zwar eine Drehleiter mit 30 Metern Länge ein, sie besitze aber nur eine Rettungshöhe von 23 Metern, erklärt Poppitz. Grund für die Abweichung seien unter anderem Neigungswinkel der Leiter und Abstände zu Gebäuden, die eingehalten werden müssten.

Werksfeuerwehr von B.Braun beendete die Rettungsaktion

Erst die nachalarmierte Werksfeuerwehr von B.Braun konnte die Männer aus ihrem Korb retten. Denn: Sie verfügen über eine eigene sogenannte Teleskopmastbühne mit 42 Metern Länge. Dann ging alles ganz schnell: „Die drei Männer konnten zügig zu Boden gebracht werden.“

Dennoch mussten die Techniker zwei bis drei Stunden bei Minus zwei Grad ausharren. Poppitz betont aber, dass zu keiner Zeit Lebensgefahr für die Arbeiter bestand. „Allen Personen ging es gut. Sie konnten nicht abstürzen.“

Die Einsatzkräfte der Homberger Wehr leuchteten die Einsatzstelle mit dem Rüstwagen aus. Das zog auch viele Schaulustige an den Einsatzort an der Wallstraße, berichtet Matthias Poppitz. Die Bergung der defekten Teleskopmastbühne zog sich allerdings noch bis in die späten Abendstunden hin. Erst gegen 22.15 Uhr war der Einsatz beendet der Feuerwehr. 

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