Dorfgemeinschaft erfüllt sich Wunsch

Nach vier Jahren Pause: Holzhäuser Märchenstraße findet wieder statt

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Wünschen sich, dass ihr Markt ein voller Erfolg wird: von links Marion Schumacher, Carola Berneburg, Henrike Berneburg, Kim Beyer, Dirk Schumacher, Jürgen Tietze, Dieter Wenderoth, Friedrich Töpperwein, Achim Becker und Gerhard Pook werfen auf der Wunschbrücke kleine Wunschsteine ins Wasser.

Sie waren eingelagert, nun sind sie frisch hergerichtet und erzählen kleine Geschichten: Die Figuren erstrahlen in einem neuen Glanz.

In 25 Buden erzählt das Dorf Märchen vom Sterntaler bis zum Fischer und seiner Frau. Der Brücke im Ort kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung hinzu. Sie führt über die Efze und verbindet das Dorf miteinander, während des Holzhäuser Weihnachtsmarktes soll die Brücke Wünsche erfüllen. „Unsere Brücke wird eine Wunschbrücke“, berichtet Dirk Schumacher, von der neu gegründeten Interessengemeinschaft, die gemeinsam die Märchenstraße organisiert.

Jede Bude hat einen Paten

Gegen eine Spende erhalten Besucher goldene Kieselsteine. „Die kann man in die Efze werfen und sich dabei etwas wünschen“, sagt Schumacher. Den Erlös aus dem Verkauf der Kieselsteine will die Interessengemeinschaft an den Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes in Kassel spenden. 

Auch so gibt es einige Neuerungen auf dem Weihnachtsmarkt: Für jede der 25 kleinen Buden, in denen jeweils ein Märchen erzählt wird, ist ein Pate zuständig. Er kümmert sich um Aufbau, Einrichtung und Eröffnung des Häuschens. Darüber hinaus wollen die Holzhäuser ein Hexenhaus einrichten, Märchen werden in einer Scheune nahe des Dorfplatzes vorgelesen – in der Märchenstube des Ortes. Außerdem wollen die Organisatoren dort Selbstgemachtes verkaufen. In einer sogenannten „Stehrunzelecke“ kann nach Herzenslust gestöbert werden, berichtet Schumacher.

Märchenstraße hat lange Tradition

Wem seine ausgediente Weihnachtsdeko zu schade zum Wegwerfen ist – oder wer etwas Gebrauchtes sucht – der soll dort fündig werden. „Durch die neue Ortsmitte haben wir einen neuen Rahmen für die Märchenstraße geschaffen“, sagt Schumacher. Und der Platz neben der Kirche soll auch direkt genutzt werden. 

Essen und Getränke, Feuerspucker und gemeinsames Singen sowie ein Gottesdienst hat die etwa 30-köpfige Interessengemeinschaft eingeplant. Von der Kraftstrombezugsgenossenschaft (kbg) erhält das Dorf eine Stromspende. Die erste Märchenstraße organisierte Holzhausen bereits im Jahr 1997, 2015 war Schluss. Jetzt versucht der Homberger Stadtteil einen Neustart. „Wir hatten da einfach wieder Lust drauf“, erzählen sie.

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