Verein "Wir Holzhäuser" hat Dorfgemeinschaftshaus von Stadt übernommen

Reif für Pinsel und Farbe: Holzhäuser renovieren Dorfgemeinschaftshaus in Eigenregie

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Wenn es um ihr Dorfgemeinschaftshaus geht, packen alle mit an: von links Gerhart Pook, Dirk Schumacher, Maler Christian Naumann und Hartmut Harle.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Homberg-Holzhausen wird umfänglich modernisiert. Und zwar zum großen Teil in Eigenleistung.

Es riecht nach Farbe, wohin man sieht, findet man Klebeband, Pinsel und Eimer. In ganz neuem Licht zeigt sich, was bis vor wenigen Wochen noch an die 1970er-Jahre erinnerte

Neue Decken- und Wandfarbe, eine aufwendige Erneuerung der Elektrik sowie neue Deckenlampen sollen dem etwa 50 Jahre alten Gebäude neuen Glanz verleihen.

Sichtlich stolz stehen Gerhart Pook, Dirk Schumacher und Hartmut Harle vom Verein „Wir Holzhäuser“ im großen, nun lichtdurchfluteten Saal, der auch künftig Ausrichtungsort von Hochzeiten, Vereinsfeiern und Geburtstagen sein soll. „Bis zu 140 Personen haben hier Platz. Runde aber auch eckige Tische, sowie eine Theke, Küche und Bühne stehen den Mietern zur Verfügung“, erklärt Hartmut Harle, 1. Vorsitzender des Vereins.

Bereits fertiggestellt sind Thekenbereich und Vorraum des Saals. In 200 Stunden Eigenregie wurden die Räume an Wochenenden und nach Feierabend von den Vereinsmitgliedern renoviert.

Ursprünglich sei der Verein gegründet worden, um die Dorfmitte zu erneuern. „Nachdem das so gut geklappt hat, ist die Stadt Homberg auf uns zugekommen und hat mit uns die Planungen bezüglich der Erneuerung des Dorfgemeinschaftshauses begonnen“, so Harle.

Verein hat in Holzhausen Dorfgemeinschaftshaus von Stadt übernommen

„Wir Holzhäuser“ sei kreisweit der einzige Verein, der ein Dorfgemeinschaftshaus von der Stadt übernommen habe. „Wir sind sozusagen ein Pilotprojekt“, weiß Dirk Schumacher, ebenfalls Mitglied. Besitzer des Dorfgemeinschaftshauses sei nach wie vor die Stadt Homberg, der Verein jedoch kümmere sich um die Vermietung und Instandhaltung.

Rund 12 000 Euro sollen in die Modernisierungsarbeiten gesteckt werden – stand jetzt. „3000 Euro kommen von der Stadt, die restlichen 9000 Euro setzen sich aus den Einnahmen von Vermietungen und Spenden zahlreicher Dorfvereine zusammen, die das DGH kostenfrei nutzen können“, so Harle.

Mit von der Partie sind auch die örtlichen Maler- und Elektrobetriebe Naumann und Ziegler. „Sie unterstützen uns bestmöglich, indem sie uns mit den Preisen sehr entgegenkommen“, erklärt Schumacher.

Christian Naumann hat mit einer Wand des großen Saales etwas ganz Besonderes vor: „Ich habe geplant, sie weinrot zu streichen, aber mit einer speziellen italienischen Putztechnik. Die Rottöne finden sich auch in den historischen Dorfmalereien an den Wänden des Raumes wieder.“ Die Wand sei ein ganz persönliches Geschenk an das Dorf.

Die Arbeiten sollen Mitte Januar fertiggestellt sein, denn die nächste Veranstaltung, der Karneval, naht. Fertig ist der Verein aber noch lange nicht. Eine neue Heizungsanlage, der Jugendclub im Erdgeschoss und das Dach seien stark renovierungsbedürftig. „Auch das Parkett des großen Festsaales hätte mal einen Abschliff nötig“, gibt Harle zu Bedenken. „Alles zu seiner Zeit“, sagt Kassenmeister Gerhart Pook.

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