Gemeindemitglieder erhielten neues Gesangbuch mit größerer Auswahl 

Kirchenmusik war großes Thema: Kreissynode stellte Chöre in der Region vor

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Musik gehört in die Kirche: Auf dem Foto Ulrich Rebmann, Landesposaunenwart, bei einem Konzert in der Kirche von Harle mit 20 Bläserinnen und Bläsern. Foto: privat/nh

Homberg. Die Kirchenmusik war das große Thema bei der Synode des Kirchenkreises Fritzlar/Homberg, zu der 87 der insgesamt 118 Mitglieder kamen.

„Musik ist zentral für unsere Kirche und für den Glauben in all seinen Sinnen“, sagt Dekanin Sabine Tümmler. Es gebe kaum eine Veranstaltung ohne Gesang.

Mit dem neuen Gesangbuch „EGplus“ gibt es für die Gemeindemitglieder neue Lieder und gesammelte Werke aus anderen Regionen. Seit Oktober 2017 haben die Mitglieder zu bestimmten Themen wie der Taufe eine größere Auswahl als zuvor. „Oft ist die Melodie der Lieder auch bekannt, nur der Text ist abgeändert“, sagt Tümmler.

Jeden Monat übt die Bezirkskantorin Birgit Käfer mit der Gemeinde und dem EGplus ein neues Monatslied ein. Dafür bekommt sie viel Zuspruch: „Die Mitglieder können so am Gottesdienst selbst mitwirken.“ Dekanin Tümmler fügt hinzu: „Die Lieder können das ausdrücken, was einem im Inneren bewegt. So kann man sich selbst erkennen.“

Die Synode wollte in der Sitzung auch den Reichtum an Musikgruppen im Kirchenkreis darstellen. Auf einer Landkarte sind dafür mit bunten Punkten die jeweiligen Chöre der Dörfer und Städte eingezeichnet worden. „In der Fläche gibt es hier in der Region viele Chöre in erreichbarer Nähe“, resümiert Tümmler. Insgesamt sind es 20 Posaunen- und 27 Gesangschöre, vier Kinderchöre sowie Instrumentalgruppen und eine Tensinggruppe in Homberg, die die Gemeindemitglieder in Anspruch nehmen können.

Neu vorgestellt worden ist die Idee der Kirchensänger. „In der Region sind die Sänger leider noch Mangelware“, so Tümmler. In Zukunft sollen sie Lieder anstimmen und diese auch mit der Gemeinde einüben. Die Kirchensänger sind aber kein Ersatz für die Orgel, sondern ergänzend tätig. Die Landeskirche übernimmt in diesem Fall die Ausbildung der Interessenten.

Neben den Kirchensängern war auch die Ausbildung der Orgelspieler ein Thema. Laut Käfer gebe es Bedarf an Organisten. Zur Zeit hat sie zehn Orgelschülerinnen und -schüler. „Die Kirche bildet bewusst aus, denn die Orgeln müssen gespielt werden“, sagt Käfer. Pfarrerin Sabine Koch begrüßt den Vorschlag einer Onlinedatenbank. „So können wir immer sehen, wer zum Orgel Spielen zu Verfügung steht.“

Dass Musik eine große Rolle im Kirchenkreis einnimmt, zeigt auch die Konzertreihe „Klangreise“. Das siebte und achte Konzert der Klangreise findet am 21. Oktober in der evangelischen Kirche Bischhausen und am 18. November in der evangelischen Stadtkirche in Borken jeweils um 17 Uhr statt.

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