Eine Quelle der Inspiration

Homberg: Künstlertreff feiert 25. Geburtstag mit  Ideen und Bekannten

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Plausch und Kunst: Porträt- und Baummaler Norman Rogers, Gudrun Pauli und Marion Ripke (rechts) im Gespräch beim Künstlertreff in Homberg. 

Es war der Höhepunkt der Aktionswoche zum 25-jährigen Bestehen des Künstlertreffs, das in diesem Jahr auch mit Workshops und Vorträgen gefeiert wurde.

Zur Ausstellungseröffnung des Künstlertreffs in der Homberger Stadthalle am Freitagabend kamen viele Besucher, um sich mit den Künstlern über deren Werke auszutauschen. 30 Kunstschaffende stellten über das Wochenende aus.

Bei Heinrich Horst aus Schwalmstadt erfuhr man, dass seine Bilder einfach so entstehen. Erst beim Malen sieht er in den Farben und Formen Figuren, die er dann herausarbeitet. So entstand etwa eine abstrakte Szene, die eine Hafensituation zeigt.

Das erste Mal war Meinolf Leis dabei. Seine Vorliebe sind Strukturen, er bearbeitet Kupferbleche. Er setzt sie der Natur aus und durch aufgebrachte Flüssigkeiten entstehen bizarre Strukturen. Jedes Blech ist anders und bei Licht betrachtet werden die Schichten, Kratzer und Wellen sichtbar. Der 68-jährige Malermeister lebt seit vier Jahren in Homberg.

Ein Novum waren auch Installationen unter den ausgestellten Werken, sagte der Organisator André Grabczynski. Die künstliche Intelligenz überwinde den Tod, so Hans-Joachim Bauers These. Thematisch verarbeitete er dies in den drei Installationen der Quantencomputer, die intelligente Chimäre und der kryonische Tango.

Vom spektakulären Begräbnis des Homberger Steins im vergangenen Jahr gab es Fotografien. Bernd Foerster lud in seine begehbare Kabine ein, die zu Gedanken über das Dasein einlud.

Iris Kramer malte bereits während der Woche mit Schülern. In einem Rundlauf entstanden Werke, die von Zufall geprägt sind. Jeder Schüler hatte nur eine Farbe zum Malen zur Verfügung.

Viele alte Bekannte waren unter den Ausstellern des Künstlertreffs. So wie Norman Rogers, der Baummaler aus dem Knüll und Professor Ewald Rumpf aus Remsfeld, der während des Wochenendes Büsten herstellte. Auch dabei waren die beiden holländischen Künstler Tine und Franz Ders, die schon einige Male eigens aus den Niederlanden anreisten. Aus Gießen kam Werner Krauß. Der ehemalige Homberger zeigte seine Landschaftsbilder. Die Natur ist auch Klaus Böllings Thema: Urlaube in Schottland verarbeitet er in seinen Aquarellen mit ganz eigener Handschrift.

Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz sagte, der Künstlertreff bringe jedes Jahr neue Gedanken und Inspirationen. Und das solle auch nach 25 Jahren so bleiben. „Wir machen auf jeden Fall weiter“, sagte André Grabczynski, der in seiner Ansprache zudem an den verstorbenen Günther Rossmüller erinnerte, der den Künstlertreff ins Leben gerufen hatte. Demnächst sollen die Ausstellungen wieder regelmäßig wie früher Ende Oktober stattfinden.

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