Niemand wurde verletzt

Polizei Homberg: Wohnhausbrand war offenbar Brandstiftung

Homberg. Bei dem Brand eines Wohnhauses in der Kasseler Straße in Homberg handelte es sich um Brandstiftung. Wie die Polizei mitteilt, gehen die Ermittler von vorsätzlich oder fahrlässiger Brandstiftung aus. Verletzt wurde bei dem Brand am Mittwochmorgen niemand.

Es habe keine Hinweise auf eine technische Brandursache ergeben. Da die Strom-, wie auch die Wasserversorgung des Hauses, bereits seit einigen Jahren abgestellt sind.

Gegen 8.30 Uhr rückte die Homberger Feuerwehr zu dem Großeinsatz aus: Hohe Flammen stiegen aus einem Wohnhaus in der Kasseler Staße 22. „Als wir eintrafen, stand das Haus in Vollbrand“, sagte Stadtbrandinspektor Jörg Rohde am Einsatzort. Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.

Aktualisiert um 16:45 Uhr.

Das Haus steht bereits seit mehreren Jahren leer. Das Haus war zwar offiziell nicht bewohnt, sei aber immer mal wieder von Obdachlosen als Unterschlupf genutzt worden. Daher begann die Feuerwehr nach den Löscharbeiten damit, das Erdgeschoss des Gebäudes zu durchsuchen. „Wir wissen nicht, ob sich in dem Haus ein Mensch befand“, sagte Rohde. Erschwert wurde der Einsatz für die Feuerwehr, weil das Gebäude von Sträuchern und Bäumen komplett eingewachsen ist. „Wir konnten die Einsatzstelle nicht mit der Drehleiter erreichen“, erklärte Rohde. Die Drehleiter hätte die Löscharbeiten erleichtert und beschleunigt. „Dann hätten wir das Feuer direkt von oben bekämpfen können“, sagte der Stadtbrandinspektor im HNA-Gespräch. Weil das nicht möglich war, mussten die Feuerwehrleute dann nach dem ersten Löscheinsatz unter anderem das Dach von Hand öffnen und über eine Leiter in das Haus einsteigen.

 Immer wieder drang dicker Qualm aus dem Gebäude. Trotzdem hatten die Feuerwehrleute den Brand schnell unter Kontrolle. „Bis auf einige kleine Glutnester haben wir alles im Griff“, so Rohde gegen 11.40 Uhr. Die Nachlöscharbeiten dauerten aber noch länger an. Deshalb blieb eine Brandwache der Feuerwehr vor Ort. Mit 21 Brandschützern war die Homberger Feuerwehr insgesamt im Einsatz. Weil das Gebäude nach dem Brand einsturzgefährdet sei, werde die Feuerwehr das Haus vermutlich noch von Bäumen und Sträuchern frei schneiden, um Platz zu schaffen, sagte Polizei-Pressesprecher Reinhard Giesa.

Die Kasseler Straße musste während des Feuerwehreinsatzes voll gesperrt werden. Es entstand nach Einschätzung der Ermittler ein Sachschaden von rund 80.000 Euro. Die Polizei bittet um Hinweise: 05681/7740, Polizei Homberg.

Von Maja Yüce

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Rubriklistenbild: © HNA/Yüce

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