Für vier Millionen Euro

Kirchenkreisamt soll in Homberger Innenstadt entstehen - Doch historische Scheune steht im Weg

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Hier kann das Kirchenkreisamt nicht bleiben: Bisher sind die Mitarbeiter im Gebäude am Sandweg untergebracht. Nach der Fusion der Kirchenkreise wird mehr Platz benötigt.

In der Homberger Innenstadt soll das gemeinsame Kreiskirchenamt des künftigen Kirchenkreises Schwalm-Eder entstehen. Eine Scheune bereitet aber noch Probleme.

Geplant ist, in der Homberger Freiheit ein neues Amt für 60 Mitarbeiter zu bauen. Eine erste Konzeptidee wurde in der Bauausschusssitzung der Stadtverordneten vorgestellt. Dabei aber tauchte ein Problem auf: Auf dem Grundstück an der Freiheiter Straße muss eine historische Scheune aus dem 15. Jahrhundert erhalten bleiben.

„Dass das alte Gebäude stehen bleiben muss, hat uns kalt erwischt“, sagte Dekanin Sabine Tümmler. Nun müsse überlegt werden, welche Möglichkeiten es gibt, auf dem Grundstück zu bauen – und ob der Standort so überhaupt in Frage kommt. „Wir haben uns auf noch nichts festgelegt.“ Fest steht aber, dass die Kirchenkreise Fritzlar-Homberg, Ziegenhain und Melsungen, die 2020 fusionieren, ein gemeinsames Amt in Homberg bauen wollen.

Grundstück bietet viele Vorteile

Die Grundstücke in der Freiheit seien für den Kirchenkreis wegen der Nähe zum Busbahnhof interessant. Außerdem biete das Grundstück Platz für Parkplätze, hieß es bei der Vorstellung des Konzepts. Die Kirche geht nach einer ersten Schätzung davon aus, dass vier Millionen Euro in den Neubau investiert werden müssen – gleich an welchem Standort.

Die Sanierung des jetzigen Amtes im Homberger Sandweg würde nicht günstiger. Um es energetisch und technisch auf den neuesten Stand zu bringen, rechnen die Verantwortlichen mit einer ähnlich hohen Summe. Der erste Entwurf von Architekt Christian Gerlach sieht ein H-förmiges Gebäude mit kleinem Innenhof vor; vor und hinter dem Gebäude wäre Platz für Stellplätze. 

Zwei Geschosse geplant

Im Haus würden Büros und Seminarräume für die Mitarbeiter entstehen. Geplant sind zwei Geschosse. Der jetzige Fußweg zwischen den Grundstücken würde verschwinden. Wie die historische Scheune genutzt werden könnte, sei noch offen, berichtete Gerlach.

Die Ausschussmitglieder indes sahen es positiv, dass das Amt in Homberg gebaut werden soll. „Wir begrüßen es, dass Sie nach Homberg wollen. Das ist wichtig für unsere Stadt“, sagte Günther Koch (FWG) in der Sitzung.

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