Bald da wohnen, wo einst gepflegt wurde?

Homberg plant Online-Diskussion zur Nachnutzung des Krankenhaus-Geländes

Im Gespräch: Die Stadt erarbeitet ein Konzept für die Nachnutzung der ehemaligen Kreisklinik.
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Im Gespräch: Die Stadt erarbeitet ein Konzept für die Nachnutzung der ehemaligen Kreisklinik.

Es wird konkreter in Sachen Nachnutzung des ehemaligen Klinikareals in Homberg: Erste Varianten des beauftragten Planungsbüros „Bankert, Linker & Hupfeld“ sehen den Bau von Wohnungen auf dem Areal vor.

Homberg - Diese wollen Stadt und Architekten in einer moderierten Online-Präsentation am Mittwoch, 24. März, erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Die Planer erhoffen sich weitere Ideen und Anregungen für das Konzept, das bis Ende Mai so ausgefeilt sein muss, dass die Stadt eine Entscheidung für oder gegen den Kauf des Geländes treffen kann. Am 31. Mai erlischt das Kaufangebot von Asklepios.

Erste Voruntersuchungen der Bausubstanz, eine Altlastenrecherche und Untersuchungen der Gehölz- und Biotopstrukturen sind erledigt, die Ergebnisse liegen vor, berichtet Uschi Bankert vom Kasseler Planungsbüro. „Wir haben uns das Gelände inzwischen genau angeschaut.“ Demnach gibt es zwei bis drei Varianten, die in der kommenden Woche diskutiert werden könnten. Derzeit scheint sich alles in Richtung Wohnungsbau zu wenden. „Dafür eignet sich das Gelände gut“, sagt Michael Linker. Die Architekten könnten sich sowohl Einfamilienhäuser, das Wohnen in Gruppen und Wohnen auf Zeit auf dem Areal vorstellen. Auch Dienstleistungsangebote seien vorstellbar. Auch die Anbindung an die Stadt selbst sei gut. „Der Standort kann viel leisten“, sagt Linker.

Stadt hofft auf Anregungen aus der Bevölkerung

Klar sei schon jetzt: Es muss nicht zwangsläufig alles abgerissen werden. Einige der bestehenden Gebäude könnten umgenutzt werden. Wie das aussehen kann – dafür erhofft sich die Stadt auch Anregungen aus der Bevölkerung. Deren Ideen sind aber auch ganz grundsätzlich gefragt: Bei der Online-Veranstaltung sollen die Homberger nicht nur über den aktuellen Planungsstand informiert werden. Es ist auch eine Diskussion geplant. Per Chat-Funktion können Fragen, Anregungen, Vorschläge geteilt werden. Sie werden sortiert und den Vortragenden gestellt. Geklärt werden sollen auch Fragen wie: Ist das Gelände mit Schadstoffen belastet? Ein Interessent, der sich vorstellen könne, auf dem Gelände zu bauen, werde ebenfalls mit an Bord sein, so Bankert. Aber auch anderen, neuen Interessenten stehe man offen gegenüber.

Für Bürgermeister Dr. Nico Ritz geht es vor allem darum, herauszufinden, was der beste Weg für die gesamte Stadt ist. „Wenn wir uns die Entwicklung des Grundstücks vornehmen, können wir selbst überlegen, was wir machen.“ Natürlich seien auch die Kosten zu bedenken. Dennoch sollte es zunächst vorrangig darum gehen, was auf dem Areal entstehen könnte. Diese Chance zu sehen und zu ergreifen – das erhofft sich der Bürgermeister von der Diskussion. Er stellt aber auch klar: „Veränderung geht nicht zum Null-Tarif“.

Der zeitliche Rahmen ist eng. Die Entscheidung für oder gegen den Kauf muss bis Ende Mai fallen. So schnell werde wohl kein endgültiges Konzept stehen, sagt Ritz. Vielmehr aber eine Perspektive, wie es werden könnte. „Wir müssen jetzt so viele Erkenntnisse sammeln, wie es geht.“ Und daran sollen die Homberger beteiligt werden. (Chantal Müller)

Hintergrund: Online diskutieren

Die digitale Bürgerversammlung ist für Mittwoch, 24. März, 18 Uhr via Zoom geplant. Bereits ab 17.45 Uhr ist der Link (https://ogy.de/Klinikareal-Homberg, Kenncode: Homberg) freigeschaltet, so Planerin Uschi Bankert. Fragen und Ideen können während der Veranstaltung über die Chatfunktion mitgeteilt werden. Außerdem wird die Sitzung aufgezeichnet, sie soll später auf der Homepage der Stadt abrufbar sein.
Die Stadt Homberg bittet zur besseren Übersicht um eine Anmeldung der Teilnahme. Das ist per E-Mail an info@homberg-efze.de möglich. (chm)

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