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Neuer Name, neues Konzept – aus dem Homberger Summer of Pioneers wird der Marktcampus

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Von: Daniel Seeger

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Jörg Jessen vom Summer of Pioneers steht zwischen Bücherschrank und Hochbeet auf dem Homberger Marktplatz.
Das Hochbeet und der Büchertauschschrank sind zwei von vielen kleine und großen Projekten, die aus dem Summer of Pioneers hervorgegangen sind. Auf unserem Bild: Pionier und IT-Fachmann Jörg Jessen. © Daniel Seeger

Die Macher des Homberger Summer of Pioneers blicken auf zwölf erfolgreiche Monate zurück - und gehen nun mit einem neuen Konzept an den Start.

Homberg – Vieles wird anders beim Homberger Summer of Pioneers, der kürzlich seine zweite Runde beendet hat. „Wir wollen das Angebot flexibler gestalten“, sagt Jörg Jessen, der selbst zu den Pionieren zählt. Man wolle die Idee weiterentwickeln und die Erfahrungen einfließen lassen. „Wir bündeln die Erkenntnisse der letzten zwölf Monate“ ergänzt Pionierin Katrin Hitziggrad, die eigentlich aus Jena kommt und in der Immobilienbranche tätig ist.

Konkret heißt das: Statt einer festen Zeit von sechs Monaten, die die Teilnehmer in Homberg bleiben, wolle man mehr Flexibilität ermöglichen. „Es muss auch möglich sein, beispielsweise nur zwei Monate oder mehrere Wochen zu bleiben“, sagt Jessen im HNA-Gespräch. Das neue Projekt, das Jessen als „Evolution“ bezeichnet, trägt den Namen Marktcampus. Und der soll längerfristig aufgestellt sein, als der Summer of Pioneers. „Die Teilnehmer sollen die Wahl haben, ob sie in die Projektarbeit eingebunden sein wollen, die im Summer of Pioneers ein zentrales Element war.“ Wer sich einbringt, solle beispielsweise vergünstigt wohnen können, so die Vorstellung.

Erreichen wolle man mit dem neuen Konzept auch andere Zielgruppen als bisher. Der Summer of Pioneers richtete sich bislang insbesondere an Kreative und Digitalarbeiter. Das Projekt „Marktcampus“ solle in Kürze gemeinsam mit der Stadt Homberg präsentiert werden. Fest steht: „Alles verzahnt sich um den Marktplatz“, der laut Hitziggrad zentraler Anlaufpunkt sein soll.

Die Homberger Pioniere sorgten in den vergangenen anderthalb Jahren für viele große und kleiner Veränderungen in der Altstadt. „In der Innenstadt gibt es auf jeden Fall mehr Leben als vorher“, sagt Jessen. Weniger Leerstand gibt es beispielsweise durch Projekte wie das Machwerk oder dem Coworking-Space FachWerkerei direkt am Marktplatz. Am Schlossberg gibt es einen Gemeinschaftsgarten, auf dem Marktplatz stehen ein Büchertauschschrank und ein Hochbeet für Kräuter und Gemüse.

Beim „Probewohnen für sechs Monate“ sei es übrigens nicht für alle geblieben. „Insgesamt neun Teilnehmer haben sich dazu entschlossen, dauerhaft in Homberg zu bleiben“, so Jessen weiter.

Auch er gehört zu denen, die sich für Homberg entschieden haben. Jessen hatte sich bereits 2020 beworben und 2021 weiterhin Interesse an dem Projekt.

In den vergangenen Sommern sei vieles wegen der Corona-Restriktionen nicht möglich gewesen, nun wolle man sich noch stärker öffnen sagt die Pionierin Hitziggrad. Das sei ein Weg, mit weiteren Menschen in der Stadt in Kontakt zu kommen.

„Die Homberger haben wir bislang vor allem durch persönliche Gespräche erreicht“, sagt Jessen. So komme man immer wieder mit unterschiedlichen Menschen oder aber auch Vereinen und Verbänden in Kontakt. Außerdem setze man stark auf Social Media – bei Instagram folgen den Pionieren, die seit zwei Jahren netzwerken, bisher 1505 Personen. Dabei haben ihre 81 Beiträge bei Instagram unter „homberg_pioneers“ bislang zwischen 12 bis 160 Gefällt-Mir-Angaben von den Followern erzielt. (Daniel Seeger)

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