Corona-Pandemie

Summer of Pioneers: Homberger Digitalprojekt wird verschoben 

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Herrliche Landschaft: Wie gut es sich in Homberg leben lässt, sollten 20 Menschen aus deutschen Großstädten in diesem Sommer erleben. Nun wurde der Summer of Pioneers verschoben.

Der Summer of Pioneers (Sommer der Pioniere) wird aufgrund der Coronakrise verschoben – und zwar um ein ganzes Jahr. 50 Menschen wollten an dem Projekt teilnehmen

Homberg – Menschen aus Bayern, Brandenburg und Hamburg, aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben etwas gemeinsam: Sie alle wollten im Juni für ein halbes Jahr nach Homberg ziehen und dort leben und arbeiten.

Daraus wird erst einmal nichts. Der Summer of Pioneers (Sommer der Pioniere) wird aufgrund der Coronakrise verschoben – und zwar um ein ganzes Jahr.

Summer of Pioneers in Homberg: 50 Menschen wollten mitmachen

„Wir hätten das Projekt in diesem Jahr wirklich gerne umgesetzt“, sagt Mitinitiator Jonathan Linker. 50 Menschen zwischen 21 und 67 Jahren aus ganz Deutschland hatten sich beworben, um mitten in der Homberger Altstadt zu leben, zu arbeiten und neue Konzepte und Ideen für die Kreisstadt zu entwickeln. 20 von ihnen hatten die Organisatoren bereits ausgewählt.

„Sie hatten alle tolle Ideen und super Qualifikationen“, berichtet Linker. Einige hätten sich die Stadt – ihre neue Heimat auf Zeit – bereits auf eigene Faust angeschaut. Die Organisatoren hatten einen bunten Altersschnitt ausgewählt. Am Ende hatten 20 Kandidaten zwischen 23 und 61 Jahren eine Zusage für das Projekt. Den Machern war wichtig, Menschen mit Berufserfahrungen zu finden. Nur so hätten sie gewisse Qualifikationen in die Kreisstadt holen können.

Homberger Marktplatz sollte zu einem kreativen Campus werden

Der Homberger Marktplatz sollte zu einem kreativen Campus entwickelt werden. Menschen aus der Großstadt, die zum Arbeiten ausschließlich einen Internetanschluss benötigen, waren aufgerufen, ihr urbanes Leben gegen ein Leben auf dem Land einzutauschen.

Das Konzept kam an. Bei Bewerbern und Hombergern. Es habe keine skeptischen Reaktionen auf das Projekt gegeben, berichtet Linker. Homberg ist nach dem brandenburgischen Wittenberge die zweite Gastkommune bundesweit für das Projekt. Das, so der Mitinitiator, könne stolz machen. „Homberg ist damit eine der auserwählten Städte.“

Summer of Pioneers wird um ein Jahr verschoben

Nach der Entscheidung, das Digitalprojekt komplett um ein Jahr zu verschieben, habe es Bedenken gegeben, einige der Teilnehmer zu verlieren. Das werde aber wohl nicht passieren. „Die Reaktionen von den Pionieren waren wirklich rührend.“ Einige hätten geäußert, dass für sie ein Traum zerplatze.

Nun sollen Projekte entwickelt werden, um die Kandidaten über Homberg auf dem Laufenden zu halten. Ganz umsonst waren die Vorbereitungen also nicht. Auch die Arbeit am Coworking Space (Gemeinschaftsarbeitsraum) solle weiter vorangetrieben werden – um den Raum für Homberger und Menschen aus der Region anzubieten. „Viele machen jetzt Erfahrungen mit Homeoffice. Das kann für uns eine Chance sein“, sagt Linker.

Zwar werden die Wohnungen, die die Stadt gegen einen Kostenbeitrag zur Verfügung stellen wollte, im nächsten Jahr wohl andere sein. Doch das, was Homberg ausmacht, das bleibt.

Es werde 2021 mehrere Pionier-Städte geben – gleichzeitig. „Dann können wir stärker deutlich machen, um was es uns geht“, sagt Linker. Denn das Ziel ist vor allem, zu zeigen, dass Leben auf dem Land funktioniert.

Alle Infos und Neuigkeiten rund um Corona im Schwalm-Eder-Kreis finden Sie in unserem News-Ticker.

Summer of Pioneers: Der Homberger Marktplatz wird in diesem Sommer zu einem Campus für Menschen aus der Großstadt, die ausschließlich digital arbeiten.

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