Nolan und Oskar suchen ein neues Zuhause

Winzige Katze wurde in Brutkasten aufgepäppelt

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Winziges Tier: Dagmar Kitzmann zog Nolan – am Foto 16 Tage alt – mit der Flasche auf.

Gerade mal drei Tage war Kater Nolan alt als Dagmar Kitzmann ihn aufnahm. Nur dank einem Brutkasten konnte der kleine Kater überleben. 

  • Kater Nolan war drei Tage alt, als er zu Dagmar Kitzmann vom Tierschutzverein kam.
  • Vier Wochen päppelte sie ihn in einem Brutkasten auf. 
  • Auch Katzenbaby Oskar überlebte dank des Brutkastens. 
  • Die jungen Kater suchen ein neues Zuhause

Für Dagmar Kitzmann vom Tierschutzverein Homberg-Borken gab es in den vergangenen Jahren viel zu tun. Kater Nolan war drei Tage alt und so groß wie eine Faust, als sie ihn Mitte August zu sich nahm und in ihrem Brutkasten großzog.

2019 war kein gutes Jahr für Katzen

Mittlerweile ist aus dem Winzling ein hübscher junger Kater geworden, dem man nicht mehr anmerkt, dass sein Leben einst an einem seidenen Faden hing. „2019 war ein schwarzes Jahr für Katzen“, erzählt die Pflegerin.

„Ich bin froh, dass wir den Brutkasten haben, ohne ihn hätte Nolan sicher nicht überlebt“, sagt Dagmar Kitzmann. Das Gerät versorgte den kleinen Grautiger mit der nötigen Wärme – es herrschten konstant 28 Grad. 

Nolan überlebte als erstes Katzenbaby im Brutkasten

Nolan war das erste Katzenbaby, das dank des Brutkastens überlebte. Bevor der Tierschutzverein den Brutkasten im vergangenen Jahr aus Spendenmitteln anschaffte, habe sie Wärmflaschen benutzt, damit es die Katzen kuschelig haben. 

Doch das habe selten ausgereicht. „Die Tiere können die eigene Wärme nicht halten“, so die Katzenpflegerin.

Für Nolan wurde der Brutkasten zur neuen Heimat: Nur zum Füttern mit Fläschchen hob Kitzmann Nolan aus dem Brutkasten – alle drei Stunden. Und das anfangs rund um die Uhr. „Mir macht das nichts aus, ich kann danach auch gleich wieder einschlafen“, sagt die 64-Jährige.

Katzenbaby lebte vier Wochen im Brutkasten

Vier Wochen lang blieb Nolan in dem Brutkasten, bis er kräftig genug war, ohne die künstliche Wärme auszukommen. 

Seit seiner fünften Woche bekommt er Nassfutter zum Fressen und ist zu einem kräftigen, stubenreinem jungen Burschen mit glänzendem Fell herangewachsen.

Sollen gemeinsam in ein neues Zuhause vermittelt werden: Dagmar Kitzmann päppelte die beiden Kater Oskar (links) und Nolan im Brutkasten auf. 

Einen Spielkameraden hat er auch: „Als Nolan einen Tag ausgezogen war, kam Oskar zu uns“, sagt Kitzmann. Das sei wie verhext gewesen, zwei Katzenbabys fast auf einen Schlag.

Tierische Freundschaft

Oskar war eine Woche alt und in Römersberg aufgefunden worden. Er lebte nur zweieinhalb Wochen im Brutkasten der Zimmersröderin. Seit diesem Zeitpunkt sind Nolan und Oskar dicke Freunde geworden.

„Für mich ist das immer wie Fernsehen, zu beobachten, wie sich die Tiere untereinander verständigen“, erzählt Tierfreundin.

Nolan ist mittlerweile fünf Monate alt, Oskar vier. Höchste Zeit, sie in ein neues Zuhause zu geben, sagt Dagmar Kitzmann, „und am liebsten zu zweit“.

Kater suchen ein liebevolles Zuhause - möglichst ohne Freigang

Die beiden jungen Kater sind mehrfach entwurmt, geimpft und gechipt. Nolan sollte eigentlich schon Anfang November vermittelt werden. Doch dies gestaltet sich schwieriger als gedacht. 

„Ich würde sie auch einzeln in eine Wohnung mit einer anderen Katze geben, aber auf keinen Fall dürfen sie Freigang haben“, sagt Kitzmann. 

Denn nach all den Monaten intensiver Pflege sind ihr die einstigen Katzenbabys besonders stark ans Herz gewachsen. Umso mehr befürchtet sie, dass die jungen Kater im Freien überfahren oder anderweitig verletzt werden könnten.

Dabei sind die Kater ganz unterschiedliche Typen. Nolan sei vom Charakter eher der abwartende, Oskar der fordernde, draufgängerische Typ. „Sie ergänzen sich prima.“

Kontakt: Tel. 06693/1477 oder 0171/9130551 (montags bis freitags) oder per E-Mail unter kontakt@tsvhb.de

Junge Katzen werden immer wieder ausgesetzt

Tierschutzvereine, Katzennothilfe und Tierheime haben immer wieder mit der Rettung junger Katzen zu tun. So hat Beispielsweise die Katzennothilfe Walburg den jungen Kater "Keks" mit dem Fläschchen aufgepäppelt.

Auch die Polizei hat schon Katzenbabys gerettet. Die Beamten aus Frankenberg retteten gleich sechs von ihnen

In Lohfelden sollte ein Katzenbaby im Müll sterben. Ein Müllmann bemerkte das Kätchen im letzten Moment und konnte es retten. 

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