Voting des Männermagazins Playboy

"Hair&Beauty342": Homberger Barbershop unter den besten vier Läden in Deutschland

Homberg. Bärte sind im Trend - und vorbei die Zeiten, in denen Männer ihn wuchern ließen. Im Homberger Barbershop "Hair&Beauty342" wird der Bart wieder in Form gebracht. Und zwar so richtig: Das Männermagazin Playboy hat den Laden auf Platz vier der besten Barbershops deutschlandweit gewählt. 

Der Rock´n´Roll tönt aus der Musikbox, der Barbier lässt seine Schere lässig wie einen Colt durch die Luft kreiseln, zum Lockermachen einen Schluck Whiskey. Was klingt, wie eine Szene aus dem Amerika der 1930er-Jahre, ist in Homberg Realität: Im Barbershop „Hair&Beauty342“ von Dagmar Kraft und Umut Yücel können sich Männer richtig verwöhnen lassen. Das bestätigt jetzt sogar der Playboy. Das Männermagazin hat den Barbershop auf Platz vier der besten Läden in ganz Deutschland gewählt.

Ganz gemütlich räkelt sich HNA-Mitarbeiter Peter Zerhau im amerikanischen Barbershop-Stuhl, während er auf seine Behandlung von Barbier Mario Siegel wartet. Neben Trimmern liegen Rasiermesser in verschiedenen Größen bereit, Öle und Pinsel sollen später für die richtige Pflege sorgen.

Überhaupt ist im Laden von Dagmar Kraft und Umut Yücel alles so stilecht gehalten, wie man es sich in einem originalen Barbershop vorstellt: die Holzvertäfelung stammt aus einer Hamburger Villa, die Spiegel wurden aus einer alten Garderobe gefertigt, an den Wänden hängen überall Bilder bekannter Rock´n´Roll-Gesichter wie Elvis Presley. „Die Einrichtung stammt aus den 30er bis 50er Jahren“, sagt Mario Siegel.

Rasur mit dem Messer: Der elektrische Trimmer wird im Barbershop „Hair&Beauty342“ nur für den groben Vorschnitt genutzt. Der Feinschliff wird mit dem Messer gemacht.

Siegel ist gelernter Friseur, so wie Chefbarbier Umut Yücel. „Barbier ist kein Ausbildungsberuf. Wir haben uns das selbst beigebracht“, erklärt Yücel. Weil der Bart immer mehr zum Trend wird, wollten die Inhaber von „Hair&Beauty342“ die Tradition aus den südlichen Ländern Europas nach Homberg bringen. Gestartet sind Kraft und Yücel vor vier Jahren nämlich mit einem klassischen Friseursalon, den sie noch immer betreiben.

Und so arbeitet Mario Siegel bei der Behandlung von Peter Zerhaus Bart vor allem mit dem Messer. Den Trimmer nutzt der Barbier nur für den Vorschnitt, um die grobe Form zu bestimmen. Mit einem heißen Tuch soll die Haut auf die Rasur vorbereitet werden. „Die Wärme entspannt die Poren und macht die Bartwurzel weicher“, sagt Siegel.

Dann wird eingeschäumt: Mehrmals reibt Siegel Zerhaus Haut, den Bart mit Rasierschaum ein. So gleitet das Messer besser über die Haut – und der Barbier lässt es gekonnt und sicher über Zerhaus Kehle fahren. Mit der Schere werden letzte abstehende Barthärchen gestutzt. Und schon kann das Pflegeprogramm beginnen.

„Nach der Rasur wird nochmal eine heiße Kompresse auf das Gesicht gelegt, damit sich die Haut entspannt“, sagt Siegel. Im Anschluss wird mit Aftershave desinfiziert, mit Pflegeöl, Balsam und einem Fön der Bart in Form gebracht. Puder hilft gegen Rötungen. Um das Pflegeprogramm komplett zu machen, flambiert der Barbier Zerhaus Haare an den Ohren noch mit einem Feuerzeug ab. Eine Bartpflege dieser Art kostet bei Dagmar Kraft und Umut Yücel etwa zehn Euro.

Dagmar Kraft und Umut Yücel.

„Viele vergessen, dass der Bart auch einen Haarschnitt und Pflege braucht“, sagt Yüccel. Die Haut unter dem Bart trockne sehr schnell aus. „Das muss gepflegt werden, wie das Kopfhaar auch.“

Peter Zerhau jedenfalls gefällt das Verwöhnprogramm: „Das werde ich mir alle vier Wochen mal gönnen“, sagt er.

Namhafte Läden schnitten schlechter ab

Das Männermagazin Playboy fragte bei Dagmar Kraft und Umut Yücel an, ob sie sich zur Wahl der 100 besten Barbershops Deutschlands stellen wollen. Der Vorentscheid wurde anhand des Internetauftritts getroffen, sagt Kraft. Kunden konnten dann etwa Freundlichkeit, Angebot und Qualität bewerten. Chancen auf eine gute Platzierung hätten sie sich aber nie ausgerechnet, sagt Kraft. „Wir sind ja auf dem Dorf.“ Dass es aber doch geklappt hat und dass Hair&Beauty342“ das Treppchen um einen Platz verfehlt hat, „ist der Hammer“ für die beiden Inhaber. 

„Namhafte Geschäfte haben viel schlechter abgeschnitten als wir“, erzählt Kraft. Das Ranking gilt für ein Jahr, dann wird neu abgestimmt. Bereits jetzt kämen Kunden auch aus Frankenberg, Hann.Münden und Kassel bis nach Homberg, um sich den Bart frisieren zu lassen. Und auch wenn sich die Arbeit rund um den Bart schon jetzt für Kraft und Yücel lohne, freuen sie sich sehr über die Bewertung des Magazins: „Wir glauben, dass der Zuspruch noch größer wird“, sagt Dagmar Kraft.

Rubriklistenbild: © C. Müller

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