Homberger Burgberggemeinde will mit Museum in Engelapotheke ziehen

Pläne für die Engelapotheke: Die Burgberggemeinde möchte in das Haus einziehen. Foto: Yüce

Homberg. Altbau statt Neubau: Das Museum der Burgberggemeinde wird nicht auf dem Burgberg entstehen. Stattdessen will der Verein mit seinem Museum in die ehemalige Engelapotheke ziehen.

Das Haus steht direkt in der Stadtmitte, am Markplatz, und laut Alfred Uloth, dem Vorsitzenden der Burgberggemeinde, ist es das attraktivste Gebäude am Platz.

„Wir sind von unseren Plänen abgerückt, weil wir wegen des instabilen Untergrundes auf dem Burgberg mit Problemen rechnen“, erklärt Uloth. Grundsätzlich sei es ein gutes Konzept gewesen. Doch wäre der Neubau auf der Burg viel teurer geworden als ursprünglich geplant. „Das hätte unsere Mittel völlig überschritten“, sagt er.

Sehr zufrieden mit Wechsel 

Mit dem Standort in der Engelapotheke habe man eine sehr gute Alternative gefunden. Die Burgberggemeinde wolle in die erste Etage ziehen. Dort stünden mehr als 120 Quadratmeter zur Verfügung, die für das Hohenburgmuseum und sein Archiv ausreichen würden. Allerdings gehe das nicht ohne erhebliche Instandsetzungarbeiten. „Es gibt noch viel zu tun“, sagt Uloth. Heizung, Stromversorgung, Wasser- und Abwasser, Toiletteneinbau und mehr, nennt er als Beispiele. Finanziert werden könnte das Projekt mit Unterstützung des Leader-Programms. Einen stattlichen Eigenanteil werde die Burgberggemeinde stemmen. Für den Neubau habe man 140 000 Euro veranschlagt, eine ähnlich hohe Summe werde man auch für die Arbeiten in der Engelapotheke benötigen, schätzt er.

„Wir sind mit dem neuen Plan voll zufrieden und der gesamte Vorstand steht dahinter“, sagt Uloth. Der Standort sei sehr attraktiv, der Museumsbetrieb dort ganzjährig leichter zu organisieren. Uloth rechnet zudem mit steigenden Besucherzahlen. Denn anders als der alte Standort im ehemaligen Damestift, wäre man auf dem Marktplatz gut zu finden. Die Burgberggemeinde trauere den Museums-Neubauplänen nicht hinterher. Auch sei es sehr reizvoll, dass neben der Burgberggemeinde auch der Verein „Haus der Reformation“ plane einzuziehen. Die Idee, dass alle geschichtstragenden Vereine in dem Haus Platz finden könnten, unterstütze er sehr, betont Uloth. Das sei aber nur mit finanzieller Unterstützung - etwa durch Förderprogramme - machbar. „Wenn das klappt, entsteht am Marktplatz ein Haus der Geschichte“, sagt Uloth.

Gebe es grünes Licht, dann werde die Burgberggemeinde umgehend mit den Planungen beginnen. Ein baldiger Start sei wichtig, derzeit sind die Ausstellungsstücke auf dem ehemaligen Kasernengelände eingelagert.

Von Maja Yüce 

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