Gemeinsamer Standort mit Holzhausen?

Sicherheitsmängel: Homberger Feuerwehr muss raus aus der Stadt

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Hier kann die Feuerwehr nicht bleiben: Der Stützpunkt in der Kernstadt weist Mängel auf. Bis neu gebaut werden kann, tut die Stadt was sie kann, um den Stützpunkt am Laufen zu halten.

Die Tage des Homberger Feuerwehrstützpunkts in der Innenstadt sind gezählt: Die Einsatzkräfte werden nicht mehr lange am Standort in der Wallstraße bleiben können.

Zu groß sind die Sicherheitsmängel, zu klein ist das Platzangebot, das den Kräften dort zur Verfügung steht. Das geht aus der Standortanalyse hervor, die bei der jüngsten Bauausschusssitzung vorgestellt wurde.

Danach bestehen erhebliche Sicherheitsmängel im Bereich der Unfallverhütung, sagt Heinz Ziegler, Leiter der Homberger Bauverwaltung. Es gebe zu wenige Parkplätze und zu wenige Aufenthaltsräume für die Feuerwehrleute. Hinzu komme die hohe Verkehrsbelastung an der Wallstraße, die ein gefahrloses Queren beim Einsatz kaum möglich mache.

Die Feuerwehr zog in den 1970er-Jahren ins Gebäude an der Wallstraße ein. Auf dem 3000 Quadratmeter großen Gelände gibt es 1500 Quadratmeter Nutzfläche. „Nach heutigen Standards brauchen wir aber mehr als 7000 Quadratmeter“, sagt Ziegler. Allein für Werkstätten und Lager müssten mehr als 900 Quadratmeter bereitstehen, für die Fahrzeuge werden 13 Stellplätze mit einer Fläche von knapp 750 Quadratmetern benötigt. Der jetzige Standort aber könne nicht erweitert werden. Auch die Atemschutzwerkstatt wurde in der Analyse beanstandet. „Wir müssen deshalb unbedingt handeln“, sagt Stadtbrandinspektor Jörg Rohde.

Einige Mängel werden abgearbeitet, so wurde inzwischen etwa ein Notstromaggregat aufgestellt. Dennoch: „Wir müssen uns vom Feuerwehrstützpunkt an der Wallstraße verabschieden. Dort wird es in Zukunft keinen Feuerwehr-Standort mehr geben“, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Laut Analyse müssen die Mängel in fünf bis zehn Jahren abgestellt werden. Mögliche neue Standorte werden geprüft. Ein Neubau würde zwischen fünf und zehn Millionen Euro kosten, berichtet Ritz. „Das wird die größte Investition in der Stadt sein.“ 

Gemeinsamer Standort mit Holzhausen?

Auch das Gebäude der Feuerwehr in Homberg-Holzhausen muss dringend saniert werden. Dort gibt es beispielsweise weder Sanitärräume noch Umkleiden für Frauen. Die Garagen sind feucht, Parkplätze für Einsatzkräfte nicht vorhanden. 

Eine Überlegung ist nun, ein gemeinsames Gebäude für die Kernstadt-Feuerwehr und die Feuerwehr Holzhausen zu schaffen. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass der neue Homberger Stützpunkt in unmittelbarer Nähe zum Stadtteil Holzhausen entsteht.

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Karte: Hier befindet sich der Stützpunkt in Homberg

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