Patenschaften werden angestrebt

Homberger Frauengruppe strickt auch für Bedürftige

Homberg. Ob Poncho für den Hund, Rucksäcke oder einfach ein paar Hausschuhe – die Frauen der Strickgruppe beim Internationalen Bund können viele Strickträume wahr machen.

Jetzt wollen sie ihre Arbeiten auch gemeinnützigen Organisationen und Vereinen anbieten – in Form von Patenschaften. Finanziell unterstützt werden sie dabei vom Internationalen Bund in Homberg.

Zwischen 20 und 30 Stricknadeln hat jede der zehn von Handarbeit begeisterten Frauen, die sich regelmäßig beim Internationalen Bund treffen, zu Hause, mindestens. Denn für jede Wolle, jedes Muster wird eine andere Nadel benötigt. „Das ist unser großes Hobby. Dann kauft man eben, was man so findet“, erzählt Oksana Oks, Mitbegründerin der Gruppe.

Kennengelernt haben sich die Frauen vor drei Jahren. Und zwar in einem Fachgeschäft für Wolle. Schnell kam die Idee auf, sich regelmäßig zu treffen. Sie wollten Ideen austauschen, neue Muster lernen, sich gegenseitig helfen. Hin und wieder käme auch eine Anfängerin dazu.

Wenn dann jeden Freitag die Pullover, kleinen Teppiche, Schals und Dekoartikel ausgepackt werden, inspizieren die Frauen jede Masche, jedes Muster ganz genau. Sie geben sich Tipps und unterstützen eine andere Teilnehmerin auch mal, wenn eine Masche nicht liegt, wie sie sollte. „Manchmal plaudern wir aber auch einfach nur“, sagt Rosa Iljin.

Strickt man aber bereits seit seiner Kindheit und Jugend, sind Familie und Freunde irgendwann mit allem Nötigem versorgt. „Die Idee mit den Patenschaften kam spontan. Wir wollen gerne für die etwas machen, die es wirklich brauchen“, berichtet Oksana Oks. So hätten sie einen Auftrag, könnten etwas tun, was Menschen hilft.

Ihre Arbeiten würden die Frauen kostenfrei abgeben, die benötigte Wolle zahlt der Internationale Bund, Wollspenden nehmen sie aber auch gerne entgegen. Vom Schal bis zum Mantel sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Wichtig bei den Patenschaften ist nur, dass es sich um Organisationen wie Tierheime oder Pflegeheime handelt. „Jetzt kommt bald wieder der Winter. Die Frauen würden auch für Wohnungslose Mützen und Schals stricken“, sagt Judith Graap vom Internationalen Bund. Dann wird jedes Teil ein Unikat, nach Maß gestrickt. „Es soll aber keine Massenproduktion werden“, erklärt Graap. Los stricken wollen die Frauen so bald es Anfragen gibt. „Wir sind bereit.“

Vereine, Privatpersonen und Institutionen, die Interesse an einer Strickpatenschaft und Bedarf an selbstgefertigter Kleidung haben, können sich bei Judith Graap unter Tel. 0 56 81/93 73 08 oder E-Mail judith.graap@ib.de oder bei Oksana Oks per E-Mail unter o.oks@web.de melden.

Rubriklistenbild: © Foto: Chantal Müller

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