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Homberger Gasthaus Krone soll barrierefrei werden

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Von: Chantal Müller

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Hat eine lange Geschichte hinter sich: In der Homberger Krone wurden schon vor über 500 Jahren Menschen bewirtet. © Rolf Mänken/nh

Die Pläne für die Sanierung des Gasthauses Krone in Homberg werden konkreter: Das Architekturbüro Hess hat einen Sanierungsvorschlag erarbeitet.

Demnach würde eines der ältesten Gasthäuser Hessens barrierefrei nutzbar. Das Land fördert den Umbau zum Kulturzentrum Krone mit 405.000 Euro.

Sanitäre Anlagen müssen modernisiert und der große Gastraum neu gedämmt werden, der alte Anbau soll abgerissen werden, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Der Anbau befindet sich hinter dem Haus, unterhalb stehen Schuppen. Dort könnte nach den Plänen der Architekten ein Aufzug entstehen. Besucher des Gasthauses würden dann barrierefrei durch das Foyer zum Aufzug gelangen, der sie in das erste Obergeschoss bringt, berichtet Ritz.

Planung muss weiter verfeinert werden

Das Erdgeschoss soll weiter gastronomisch genutzt werden, das Obergeschoss weiter für kulturelle Veranstaltungen. „Die Krone könnte sich zu einem soziokulturellen Zentrum entwickeln“, sagt der Bürgermeister. Die Herausforderung sei dabei aber, das Obergeschoss barrierefrei anzubinden. Darüber hinaus sollen einzelne Räume neue Funktionen erhalten. So wird etwa der Küchenbereich an einem anderen Ort angesiedelt, ebenso die sanitären Anlagen. „Ich halte das Konzept für intelligent“, sagt Ritz.

Nun muss die Planung weiter verfeinert werden. „Wir wollen nicht über Jahre umbauen.“ Der Bürgermeister geht von etwa acht bis zehn Monaten Bauzeit aus. Der Schwerpunkt der Arbeiten liege im Jahr 2020, Teilarbeiten sollten noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Fassade hingegen werde nicht saniert – Grund dafür seien die hohen Kosten, berichtet Ritz. „Wir haben uns die inneren Räume angeschaut.“ Für die Sanierungarbeiten sind 450 000 Euro vorgesehen. 405 000 werden durch das Programm „Soziale Integration im Quartier“ gefördert.

Gebäude wurde 2015 verkauft

In dem Fachwerkbau am Marktplatz werden seit mehr als 500 Jahren Menschen bewirtet. 2011 hatte der damalige Wirt seinen Pachtvertrag nicht verlängert, das Gasthaus wurde geschlossen – und blieb es über viele Jahre hinweg. Im Jahr 2015 kaufte die Stadt das Gebäude. 2016 dann war die Krone wieder verpachtet: an den Gastronomen Thomas Nied. Er blieb bis Ende 2018, dann lief sein Pachtvertrag aus. Der Saal im Obergeschoss wird inzwischen regelmäßig für die Kabarettabende des Ahle-Wurscht-Theaters genutzt.

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