Über 30 Veranstaltungen 

Homberger Künstlergruppe präsentiert Projekte zum Thema Leben und Tod

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Beschäftigen sich künstlerisch mit dem Thema der eigenen Existenz: Christine Foerster (von links), Martina Falk, André Grabczinski, Any de Grab, Bernd Foerster, Iris Kramer und Erhard Scherf. 

Homberg. Mit der Endlichkeit des Lebens beschäftigt sich im August die eigens dafür gegründete Konzeptgruppe „Dasein“ in einem zweiwöchigen Projekt in Homberg.

Rund um das Thema Leben und Tod ranken sich die über 30 Veranstaltungen und eine Kunstausstellung vom 10. bis 26. August.

Das Ehepaar Bernd und Christine Foerster hatte den Impuls zu der Veranstaltung gegeben. In ihrem Garten rund um die Galerie Glashaus hatte vor zehn Jahren zum Hessentag eine Kunstausstellung großen Anklang gefunden. Das wollten sie wiederholen und taten sich mit Künstlern aus der Region zusammen. Das Thema war schnell gefunden.

Bernd Foerster als Steinmetz und Bildhauer, der Grabmale herstellte, setzte sich sein ganzes Leben intensiv mit dem Thema des Sterbens und der Erinnerungskultur auseinander. Seine Frau Christine, ebenfalls Gestalterin, arbeitet in der Trauerbegleitung. Aber auch die anderen Künstler beschäftigten sich intensiv mit dem Thema der Existenz, sagte André Grabczynski, künstlerischer Leiter des Homberger Künstlertreffs.

„Jeder stirbt einmal“

Den Titel „Dasein“ hätten sie gewählt, um ein Bewusstsein für den Wert des Lebens zu schaffen, denn eines sei klar: „Jeder stirbt einmal.“ Den Blick dafür wach zu halten, sei nicht immer einfach, zu oft erliege man der Illusion, das Leben sei endlos und es sei noch genug Zeit, so die Konzeptgruppe.

Mit im Boot sind zehn Künstler sowie Psychologen aus der Region. Sie alle wollen verdrängte existenzielle Fragen nach Leben und Tod beleuchten, sagte Bernd Foerster bei der Vorstellung des Programms.

Die Galerie Glashaus in Homberg mit Ausstellungsgarten wird der Hauptveranstaltungsort sein. In Hombergs Stadtmitte sowie der Sternwarte in der Cafeteria Piazza und dem Altenheim St. Marien werden ebenfalls einige Veranstaltungen stattfinden. Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist Dr. Dirk Pörschmann, der Leiter des Kasseler Museums für Sepulkralkultur. Sein Vorgänger, Professor, Dr. Reiner Sörries wird einen der Vorträge halten, der sich der Frage widmet „Was ich schon immer fragen wollte?“

Die 30 Veranstaltungen umfassen Lesungen, Tanzprojekte, Installationen, Workshops, Vorträge sowie die Kunstausstellung. Ein Herzstück ist die interaktive Aktion „Before I die (Bevor ich sterbe): Ein Quader, bestehend aus schwarzen Tafeln, wird während der Projektzeit auf dem Marktplatz aufgestellt. Darauf können Passanten ihre Gedanken darüber notieren, was sie bewegt, bevor sie sterben, sagte Erhard Scherf aus Bad Zwesten. Dazu werden Postkarten verteilt. Das führe spielerisch an das Thema des eigenen Todes heran.

Weitere Infos unter www.da-sein.online

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