Zum zweiten Mal 

Homberger Kunstinitiative "Da-sein" gibt ihr Programm bekannt

Neben den bekannten Gesichtern aus vergangenem Jahr (von links) André Grabczynski, Erhard Scherpf, Elke Anders, Christine Foerster, Bernd Foerster und Stephan Küster, beteiligen sich in diesem Jahr weitere Künstler am Projekt „Da-sein“. 
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Neben den bekannten Gesichtern aus vergangenem Jahr (von links) André Grabczynski, Erhard Scherpf, Elke Anders, Christine Foerster, Bernd Foerster und Stephan Küster, beteiligen sich in diesem Jahr weitere Künstler am Projekt „Da-sein“. 

Homberg – Unter dem Motto „Da sein, hier sein, wir sein – Kunst und Kultur im Glashaus“ soll das ganze Spektrum des menschlichen Lebens abgedeckt werden, berichtet Initiator Bernd Foerster aus Homberg.

War das Programm im vergangenen Jahr noch auf zwei Wochen im August beschränkt, soll es nun über das gesamte Jahr hinweg andauern – und darüber hinaus. Das Projekt sei langfristig angelegt, sagt Foerster. „Wir haben das Glück, dass die Zusammensetzung der beteiligten Künstler sehr breit, bunt und altersmäßig gut strukturiert ist, sodass eine jahrelange Laufzeit möglich ist.“ Für seine Nachfolge sei bereits gesorgt.

Den Auftakt macht die Veranstaltung „Ausgewählte Märchen der Brüder Grimm - Interpretationen für Erwachsene“ am Mittwoch, 30. Januar, in der Galerie Glashaus in Homberg. Referent Helmut Henss untersucht die Urtexte der Grimm’schen Märchen auf Aspekte wie Reifeprozesse, Sexualität, Autoritätskonflikte und Partnerschaft.

Beantwortet werden sollen dabei auch existenzielle Fragen: Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Die gesamte Bandbreite von der Geburt über das Leben bis hin zum unvermeidlichen Tod soll dargestellt werden. Dabei steht das „Jetzt“ im Mittelpunkt. Damit sei das Leben in seinem ganzen Glück, aber auch in seiner ganzen Tragik gemeint, sagt Foerster.

Beteiligt an der Konzeptgruppe sind Maler, Bildhauer, Musiker, Psychologen, Philosophen und Trauerbegleiter. „Da-sein ist ein offenes Projekt, Neuzugänge sind willkommen“, sagt Foerster.

Und Offenheit gilt nicht nur für die Mitwirkenden, sondern auch für das Publikum. „Wir richten uns nicht an ein Fachpublikum, die Veranstaltungen stehen jedem offen, auch Personen ohne Vorwissen.“

Zahlreiche Termine stehen schon fest, andere müssen noch terminiert werden, berichtet Foerster. So stellt Brigitta Priester am 7. März die Arbeit des deutschen Kinderhospizvereins vor. Zudem gibt es im Sommer Kurse zum Modellieren von Skulpturen und Exkursionen.

Projekte aus dem vergangenen Jahr werden nicht wiederholt, sagt Foerster. Installationen wie „Bevor ich sterbe...“ auf dem Homberger Marktplatz seien einzigartig und können nicht einfach kopiert werden, betont der Konzeptentwickler. Es soll aber auch in diesem Jahr wieder Projekte außerhalb der Galerie Glashaus geben.

Unterstützt wird „Da-sein“ von der Stadt Homberg und dem Kasseler Museum für Sepulkralkultur. Der Leiter des Museums, Dr. Dirk Pörschmann, ist weiter Schirmherr. Auch arbeitet man 2019 mit dem Kulturnetzwerk Landrosinen im Schwalm-Eder-Kreis zusammen.

Bisherige Termine: 

Folgende Veranstaltungen sind bis jetzt in der Galerie Glashaus, Welferoder Straße 23, in Homberg geplant: . 

  •  Ausgewählte Märchen der Gebrüder Grimm – Interpretation für Erwachsene, Mittwoch, Referent: Helmut Henss, 30 Januar, 19 Uhr. . 
  • Nachtmeerfahrten. Eine Reise durch die Psychologie von C. G. Jung, Referenten: Ewald Rumpf, Otto Pirn, Freitag, 22. Februar, 19 Uhr. 
  • Die Arbeit des deutschen Kinderhospizvereins, Referent: Birgitta Priester, Donnerstag, 7. März, 18 Uhr. 
  • Bruder Tier, Referent: Dietlind Henss, Donnerstag, 21. März, 19 Uhr. 
  • Tabus als Katalysator, Referent: Martina Falk, Donnerstag, 30. Mai, 19.30 Uhr. 
  • Café Endlich, Gesprächsrunde, Mittwoch, 15. Mai, 16 bis 18 Uhr. 
  • Milla fliegt am Himmel, Referentin: Liesel Polinski, Freitag, 17. Mai, 18.30 Uhr. 
  • Trauma und Wachstum, Referent: Heidrun Ziegler, Donnerstag, 5. September, 18 Uhr.

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