Stadt plant mehr Geld ein

Homberger Multifunktionshaus wird teurer als geplant

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Soll zum Multifunktionshaus werden: Das Haus Marktplatz 15 (Mitte) in der Altstadt. 

Das Multifunktionshaus am Marktplatz 15 in Homberg könnte teurer werden als geplant. Die Stadt rechnet mit Mehrkosten in Höhe von etwas mehr als 430.000 Euro.

Grund dafür sind die steigenden Kosten im Baugewerbe. Diese Information erhielten die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung. Die Kosten müssen bei der Budgetplanung für die Jahre 2020/2021 berücksichtigt werden.

"Es ist besser, vorher darüber zu sprechen"

Noch könnten die Planungen für das Projekt angepasst werden, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf Anfrage. Denn aufgrund der steigenden Preise im Baugewerbe habe die Stadt die Befürchtung, dass der Umbau der Gebäude am Marktplatz teurer werden könnte. „Es ist besser, vorher darüber zu sprechen“, sagt Ritz.

Mit den Arbeiten für das Haus für Jugend und Kultur, das multifunktional nutzbar sein wird, soll noch in diesem Jahr begonnen werden. „Ziel ist es weiterhin, 2020 fertig zu sein“, berichtet der Bürgermeister. Es könne aber sein, dass dieser Plan nicht gehalten werden kann. Deshalb werden eventuelle Mehrkosten für 2020 und 2021 eingeplant: 2020 würden 353 000 Euro benötigt, ein Jahr später 78 300 Euro.

Preis wird in jedem Fall bezahlt 

Damit kostet das Multifunktionshaus etwa 3,2 Millionen Euro. Mit 2,7 Millionen Euro wird der Bau vom Land gefördert. Das Geld wird laut Ritz auch dann gezahlt, wenn die Stadt den Fertigstellungstermin Ende 2020 nicht halten kann – das war nämlich Voraussetzung für die Bewilligung der Förderung.

In dem Multifunktionshaus sollen zwei denkmalgeschützte Fachwerkhäuser mit einem neuen Verbindungsbau zu einem funktional nutzbaren, barrierefreien Gebäude umgebaut werden. Dafür sollen das Erdgeschoss des Hauses Marktplatz 15, der Coop-Laden und Erdgeschoss sowie das Haus an der Holzhäuser Straße 3 genutzt werden.

Bauteile waren kontaminiert

Es soll ein Haus für Jugend und Kultur werden, in zwei Fachwerkhäusern, die mit einem Neubau miteinander verbunden werden. Das Fachwerkhaus an der Holzhäuser Straße 3 soll ein Teil des Multifunktionshauses sein. Bei der Überprüfung des Gebäudes stellte sich aber heraus, dass es stärker saniert werden muss, als gedacht.

Denn das Haus war nicht mehr standsicher, es war so stark verformt, dass Deckenbalken durchgebrochen waren und sich die Giebelwand gelöst hatte. Das berichtete Ingenieur Thiemo Glomb bei der Vorstellung des Projekts im August. Durch mehrere Brände waren Bauteile durch gesundheitsgefährdende Stoffe kontaminiert. 

Das Konzept musste angepasst werden. Der untere Teil des Gebäudes bleibt erhalten, die kontaminierten Teile werden abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, berichtet Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Es sollen alle drei Geschosse des Hauses genutzt werden. Erst war vorgesehen, nur Erdgeschoss und 1. Obergeschoss einzubeziehen. Der Verbindungsbau zwischen Holzhäuser Straße 3 und Marktplatz 15 wird die halbe Gebäudebreite des Hauses Marktplatz 15 einnehmen. So entsteht ein Innenhof, sagt Ritz. Mit dem Platz, der durch den Abriss der Gebäude an der Obertorstraße 1 entsteht, werde ein Innenhof mit etwa 1000 Quadratmetern Fläche geschaffen.

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