Musik aus vier Jahrhunderten

Homberger Musiktalente geben Kirchenkonzert in Hülsa

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Üben derzeit für ihr erstes Konzert zusammen mit ihren Eltern: Emil und Paula Klöpfel aus Homberg. Neben der Liebe zur Musik verbindet beide auch das Reiten.

Homberg - Emil und Paula Klöpfel geben mit ihren Eltern ein Kirchenkonzert in Hülsa. Im Juni gewannen die Geschwister mit einem Freund den Bundeswettbewerb Jugend musiziert in ihrer Altersklasse.

Emil Klöpfel spielt Blockflöte, Cello und Klavier, seine Schwester Paula Blockflöte und Klavier. Das Lieblingsinstrument des Elfjährigen ist das Cello. „Ich finde den Klang schön“, sagt er.

Am Samstag, 17. August, geben die Geschwister gemeinsam mit ihren Eltern Inga und Markus Klöpfel ein Konzert in der Hülsaer Kirche, das vom Homberger Kulturring organisiert wird. Es ist ihr erster Auftritt zu viert. Vor drei Monaten haben sie mit den Vorbereitungen begonnen.

„Ich bin nicht der Viel-Über“, sagt Emil. In den letzten Tagen vor dem Konzert heißt es aber auch für ihn üben, üben, üben – allein und in der jeweiligen Besetzung. „Ein bis zwei Stunden am Tag“, sagt Inga Klöpfel. Sie spielt ebenfalls Blockflöte, ihr Ehemann Markus Klöpfel Klavier.

Sie sind selbst ihre größten Kritiker

Beim gemeinsamen Spiel komme es darauf an, die Klangbalance zu finden, damit sich die Instrumente ergänzen und nicht dominieren. Besonders wichtig: „Der Schluss-Ton muss sauber sein“, sagt Paula. Sie und ihr Bruder haben, wie alle begabten Musiker, ein besonders feines Gehör und sind selbst ihre größten Kritiker.

Die 14-Jährige spielt am liebsten Blockflöte. „Damit hatte ich die meisten Erfolge“ sagt sie. Viermal haben sie und Emil bisher erfolgreich an dem Wettbewerb Jugend musiziert teilgenommen. Im Juni als Trio mit Sebastian Volgmann, dem Sohn ihrer Blockflötenlehrerin. Sowohl beim Regional-, Landes-, als auch Bundeswettbewerb in der Wertung „Alte Musik“ belegten sie den ersten Platz in ihrer Altersgruppe.

Trotzdem sind Paula und ihr Bruder bescheiden. „Man kann nie perfekt spielen“, sagt Paula. Ein Instrument könne man nie auslernen. Das liege auch daran, dass sich die Erwartungen an sich selbst steigern – genauso wie die Komplexität der einstudierten Stücke.

Blockflöte ist nicht gleich Blockflöte

Paula besitzt gleich drei Verschiedene. Sie unterscheiden sich in Klang, Handhabung und Größe: Sopranino, Sopran-Blockflöte und Alt-Blockflöte. Die meisten Musikstücke gebe es für Letztere.

Beim Spielen des Instruments gibt es viel zu beachten: Atem-, Finger-, und Zungentechnik müssen trainiert werden. Auch Ausdruck und Bewegung sollten während des Auftritts nicht unterschätzt werden. Nicht steif vor den Noten zu stehen, hat auch seine Tücken: „Manchmal ist es nicht einfach, wieder die richtige Stelle in den Noten zu finden“, sagt Emil.

Beim Konzert wird es experimentell

Dass er das Blockflöten-Spiel beherrscht, zeigt er beim Stück „Kid’s Game“, das er auch in Hülsa präsentieren wird. Als wäre es das Normalste auf der Welt, spielt er auf zwei Sopran-Blockflöten gleichzeitig – alles eine Frage der Übung und Technik.

„In der Musik sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Emil. Bei modernen Stücken wird es experimentell: da werde sogar in die Flöte hineingesungen.

Paula und Emil haben schon mehrere kleine Konzerte gegeben und in Orchestern gespielt. Ein musikalisches Vorbild haben sie nicht. Paula mag, wie ihr Bruder Beethoven und auch Stücke von Chopin und Rachmaninow. Beim Kirchenkonzert in Hülsa werden Emil und Paula mit ihren Eltern Musikstücke aus vier Jahrhunderten darbieten.

Vorverkaufstellen

Karten für das Hülsaer Kirchenkonzert gibt es im Vorverkauf für 13 Euro, Mitglieder des Homberger Kulturringes und Inhaber der Ehrenamtscard zahlen 11 Euro, Schüler und Studenten 5 Euro bei der Feinbäckerei Nolte, Hotel Wettlaufer und „Der Verrückte Florist“ in Homberg sowie beim Remsfelder Hof-Buchladen – sowie im Internet unter kulturringtickets.tickettoaster.de. An der Abendkasse kostet eine Karte 15 Euro.

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