Kinder bastelten unter anderem mit alten Zeitungen

Homberger Schüler lernen Nachhaltigkeit kennen

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Damien Dolgich (von links), Rektorin Elke Braun und Franka Schlarbaum präsentieren zwei der kleinen Monster, die am Tag der Nachhaltigkeit an der Osterbachschule entstanden sind. 

Homberg. Zum Thema Nachhaltigkeit gehören Ökonomie, Ökologie, Zusammenleben und Kultur. Das lernten die Schüler der Osterbachschule an ihrem Tag der Nachhaltigkeit anhand vieler Projekte.

Nach dem üblichen Stundenplan wurde kürzlich in der Osterbachschule nicht unterrichtet. In allen Klassen herrschte große Geschäftigkeit. Für die Schüler hieß es an diesem Morgen: Projekttag. Der Grund dafür war der erste Tag der Nachhaltigkeit. Unter den Aspekten der Ökonomie, Ökologie, Zusammenleben und Kultur, hatten sich alle Klassenlehrer spannende Themen für ihre Schützlinge überlegt. Dazu gehören beispielsweise ein Ernährungsführerschein oder das Projekt „Wie halte ich durch Bewegung mein Hirn fit.“

In der 1c waren die Schüler kräftig am Basteln. Auf ihren Tischen lagen alte Kaffeedosen, Luftballons, Kleister und alte Ausgaben der HNA. „Im Rahmen der HNA-Aktion „Medien machen Schule“ wurde die Zeitung von unseren Viertklässlern gelesen und hier wird sie nun recycelt“, sagte Klassenlehrerin Sabine Arndt. Bei den Kindern komme die Idee, aus Altem etwas Neues zu gestalten, gut an. „Mein Monster wird blau. Das ist eine coole Farbe“, sagte der siebenjährige Damien Dolgich.

Auch seine Klassenkameradin Franka Schlarbaum hatte große Freude an der Recycling-Aktion: „Da kann man den Monstern ganz lange Zungen ankleben.“

Ein paar Türen weiter befindet sich der Klassenraum der 3b. Dort ging es gemächlicher, und zudem etwas konzentrierter zu. Daniela Gräbe vom Deutschen Roten Kreuz Schwalm-Eder verband gerade einem Schüler das Handgelenk und brachte allen etwas über Erste Hilfe bei. Die Informationen waren extra auf die Kinder zugeschnitten: Welche Nummer hat der Notruf? Wie kann man eine Blutung stillen? Wie bringt man jemanden in die stabile Seitenlage? „Die Kinder nehmen die Informationen sehr gut auf. Ich zeige ihnen, dass sie im Notfall nicht aufgeregt sein müssen und versuche, ihnen Sicherheit zu vermitteln“, sagte Gräbe. Klassenlehrerin Iris Ebner fand es ebenfalls wichtig, dass die Schüler schon im jungen Alter die wichtigen Handgriffe vermittelt bekommen: „Im Alltag können sie das gebrauchen. Und es ist nachhaltig für sie.“

Die Osterbachschule gehört zu einer von vielen hessischen Umweltschulen. Seit 1998 trägt sie den Namen. Doch vom reinen ökologischen Standpunkt sei die Schule abgerückt. „Wir legen zusätzlich großen Wert auf Ökonomie“, sagte Rektorin Elke Braun. Die Schüler sollen dafür sensibilisiert werden, mit Ressourcen wie etwa Wasser und Boden, verantwortungsvoll umzugehen. Die Schule nehme sich auch während des regulären Stundenplans Zeit, um die genannten Aspekte umzusetzen. Doch manchmal braucht es einen Tag wie diesen, an dem alle an spannenden Themen arbeiten und ihren Spaß haben können.

Von Nela Müller

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