1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Homberg (Efze)

Homberger Stadtverordnete befürworten Zusammenarbeit mit Knüllwald

Erstellt:

Von: Lea Beckmann

Kommentare

Freibad Erleborn in Homberg
Im Bereich der Freibäder soll es eine Zusammenarbeit zwischen Homberg und Knüllwald geben: Dazu zählt unter anderem das Freibad Erleborn in Homberg. © Claudia Brandau

Die Interkommunale Zusammenarbeit wird immer wichtiger. Das war auch in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag in Homberg zu spüren.

Homberg – Die Stadtverordneten stimmten mehrheitlich für eine Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Knüllwald und der Kreisstadt Homberg bei der technischen Betriebsführung und der Badeaufsicht der Freibäder.

Die Vereinbarung soll bereits am 1. März in Kraft treten – aber nur, wenn sich auch das Knüllwalder Parlament für eine Zusammenarbeit ausspricht. Das aber sei bislang nicht geschehen, sagte Christian Haß (CDU). Er sprach sich deshalb fürs Vertagen der Abstimmung aus. „Wir sollten abwarten, wie sich Knüllwald äußert“, sagte er. Das sah Achim Jäger (FWG) genauso: „Ich bin generell für eine Interkommunale Zusammenarbeit, allerdings ist dieses Miteinander eher ein Gewinn für Knüllwald“, sagte Jäger. Die Stadt Homberg werde in diesem Fall keine großen Einsparungen erreichen. „Wir sind nicht auf die Zusammenarbeit angewiesen“, sagte er.

Interkommunale Zusammenarbeit sei wichtig

Bürgermeister Dr. Nico Ritz machte deutlich, dass beim Vertagen der Abstimmung der 1. März – das Datum, an dem die Vereinbarung in Kraft treten soll – nicht mehr eingehalten werden könne. Das sei aber mit Blick auf die Öffnung der Freibäder in Homberg und Knüllwald sinnvoll. Sie öffnen meist im Mai. „Das Datum muss also für eine sinnvolle Zusammenarbeit zwingend gehalten werden“, sagte Ritz. Er sehe keinen wirklichen Grund dafür, die Abstimmung zu verschieben, wenn man doch grundsätzlich für eine Interkommunale Zusammenarbeit sei.

Auch Klaus Bölling (Grüne) machte deutlich, dass die Zusammenarbeit wichtig sei: „Sie macht uns zukunftsfähig“, so Bölling. Er sehe daher kein Hindernis, nicht darüber abzustimmen. „Ob es dann so kommt oder nicht, das ist eine andere Entscheidung“, sagte er. Und wenn das Knüllwalder Parlament die Zusammenarbeit anders sehe als das Homberger, sei das dessen gutes Recht.

Das Freibad in Rengshausen.
Im Bereich der Freibäder soll es eine Zusammenarbeit zwischen Homberg und Knüllwald geben: Dazu zählt auch das Freibad in Rengshausen. © Claudia Brandau, CHristine Thiery

Haß (CDU) machte erneut deutlich, dass er generell die Interkommunale Zusammenarbeit befürworte. Aber er tue sich damit schwer, dass sich der Knüllwälder Gemeindevorstand noch nicht einmal dazu geäußert habe. Die ersten Entwürfe zu der Vereinbarung seien dem Homberger Magistrat und dem Gemeindevorstand Knüllwald im Dezember vorgelegt worden. Das Vertagen der Abstimmung fand im Parlament letztendlich keine Mehrheit.

Mit dieser Vereinbarung sei der Betrieb in den Freibädern in Rengshausen, Niederbeisheim und im Freibad Erleborn in Homberg sichergestellt. Außerhalb der Freibadsaison werden die Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen der Kommunen eingesetzt. Einzelne Mitarbeiter werden auch im Bewegungsbad in Hülsa tätig sein, aber das sei nicht Gegenstand der interkommunalen Zusammenarbeit.

Im vorigen Jahr hatten Homberg und Knüllwald schon einmal eine personelle Unterstützung im Bereich der Bädertechnik und der Aufsicht für die Freibäder in Niederbeisheim und Rengshausen beschlossen. Diese Unterstützung war allerdings für die Badesaison 2022 befristet. Die jetzige Vereinbarung werde, wenn Knüllwald auch zustimmt, auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. (Lea Beckmann)

Auch interessant

Kommentare