Homberger Stadtverordnete: Viel zu tun in erster Sitzung

Es besteht Handlungsbedarf: Im November hatten sich die Stadtverordneten dafür ausgesprochen, das Erdgeschoss des Hauses Marktplatz 15 zu kaufen. Foto: Yüce

Homberg. Während in anderen Städten und Gemeinden in diesen Tagen die neu gewählten Stadtverordneten und Gemeindevertreter zu ihren konstituierenden Sitzungen zusammenkommen und ausschließlich über Posten entscheiden, haben die Homberger Stadtverordneten in ihrer Sitzung vergleichsweise viel zu tun.

Auch wenn die Tagesordnung mit 19 Punkten für Homberger Verhältnisse sehr knapp ausfällt: Es geht gleich zur Sache. Es gilt Entscheidungen zu treffen und Diskussionen anzustoßen.

Die Kindergärten

Besser planbar soll das Angebot der Homberger Kindergärten werden, deshalb soll über neue Betreuungsmodule und Gebühren für die Betreuung in den Kindertagesstätten diskutiert werden. Entwürfe dafür werden in der Stadtverordnetensitzung vorgelegt, sagt Bürgermeister Ritz.

Dabei gehe es auch um eine moderate Erhöhung der Gebühren. Allerdings hätten diese nichts mit dem Bau der Kindergärten in der Innenstadt und in Mardorf zu tun, betont Ritz. Und es sei auch keine Folge des Streiks der Erzieherinnen. Vielmehr sei die Änderung notwendig.

Wie viel Eltern dann künftig zahlen müssten, stehe noch nicht fest. „Wir steigen jetzt in die Diskussion ein“. Ritz nennt ein Beispiel für die zahlreichen Angebote: Allein im Kindergarten Osterbach gebe es bis zu 12 Wahlmöglichkeiten. Diese variierten zum Teil nur um jeweils eine halbe Stunde. „Es ist bei diesen Modulen ein Wildwuchs entstanden“, sagt Ritz. Durch eine neue Strukturierung des Angebots erhoffe man sich eine bessere Organisation - und auch höhere Landeszuweisungen.

Projekt Marktplatz 15

Ein weiteres Thema der Sitzung ist das Projekt „Marktplatz 15“ (ehemaliges Spar). Ein Förderantrag der Stadt sei abgelehnt worden. Nun müsse man beraten, ob man sich für ein neues Programm bewerben wolle. „Man kann nicht darauf setzen, dass man die Zusage bekommt“, sagt Ritz zu der Ablehnung. Um das Projekt an sich sei ihm nicht bange. Die Stadt könne sich um ein anderes Förderprogramm bewerben.

Klar sei, dass auf dem Areal des östlichen Markplatzes ein zwingender Entwicklungsbe- darf bestehe. Im November hatten sich die Stadtverordneten dafür ausgesprochen, das Erdgeschoss des Hauses für 180 000 Euro zu kaufen. Eine Nutzung durch verschiedene Vereine und Organisationen sei für das Haus denkbar, hieß es damals. Die Wohnungen in dem Gebäude sind vermietet.

Das Gewerbegebiet

Weitere Punkte auf der Tagesordnung: Grundstücksverkauf im Gewerbegebiet Homberg Süd (ehemalige Ostpreußenkaserne) an die Firma ISS Industrie-Sortier-Service, die dort ihren Betrieb erweitern will. Außerdem soll darüber entschieden werden, ob ein weiteres Gebäude in der Carl-Benz-Straße abgerissen werden soll.

Über den Abriss von drei angrenzenden Gebäuden hatten die Stadtverordneten bereits entschieden. Für das weitere Haus bestünden kaum Vermarktungschancen, heißt es in der Einladung zur Sitzung. Die Kosten für den Abbruch von vier Gebäuden würden 380 000 Euro betragen.

Termin: Stadtverordnetensitzung, heute, 19 Uhr, Stadthalle Homberg.

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