Hombergs Wehrführung: „Unüberbrückbare Differenzen“ mit Stadtbrandinspektor

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Sie wollen nicht mehr weiterarbeiten mit Stadtbrandinspektor Jörg Rohde: links Ingo Zipprecht, rechts Wehrführer Dirk Vogel.

Homberg. Mit einem Paukenschlag endete am Wochenende die Jahreshauptversammlung der Kernstadtfeuerwehr in Homberg: Wehrführer Dirk Vogel und sein Stellvertreter Ingo Ziepprecht traten nicht zur Wiederwahl an.

Der Grund nach eigenen Angaben: „unüberbrückbare Differenzen“ mit Stadtbrandinspektor (SBI) Jörg Rohde.

Da sich bei den Neuwahlen niemand anderer für die Ämter fand, behalten Vogel und Ziepprecht ihre Funktionen für unbestimmte Zeit.

Schon in seinem Grußwort war Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf die verfahrene Situation eingegangen. Eine funktionierende Feuerwehr sei existenziell wichtig für Homberg, mahnte der Verwaltungschef und machte deutlich, dass ihm der Konflikt zwischen der Wehrführung der Kernstadtfeuerwehr und dem Stadtbrandinspektor ernsthafte Sorgen bereite: „Lassen sie uns dieses wichtige Thema nicht für persönliche Auseinandersetzungen missbrauchen. Man kann sich seine Kameraden nicht immer aussuchen.“

Die Hoffnungen des Bürgermeisters sollten sich nicht erfüllen. Wehrführer Dirk Vogel nutzte seinen Jahresbericht für eine Abrechnung mit Stadtbrandinspektor Rohde. In seinen Augen habe der SBI keine Führungsqualitäten und sei auch fachlich sowie menschlich nicht geeignet, das Amt auszufüllen. „Ich bin der Meinung, dass die Feuerwehr Homberg so nicht zukunftsfähig ist“, sagte Vogel unter dem Applaus der Feuerwehrleute.

Stadtbrandinspektor Jörg Rohde betonte am Montag gegenüber der HNA, dass er als von einer großen Mehrheit gewählter SBI für alle 17 Homberger Wehren die Verantwortung trage. Er werde standhalten und sein Ehrenamt nicht wegen der Vorwürfe aus der Kernstadt-Wehr aufgeben.

Nicht persönliche Animositäten sollten bei der Wehr im Vordergrund stehen, sondern die gute Arbeit der Feuerwehren für die Sicherheit und den Brandschutz der Menschen in Homberg.

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