Barbara de Beer aus Bad Zwesten stellt in Homberg aus 

Ihre Kunst hat große Wucht

Zeigt die Kraft, die Frauen innewohnt: Künstlerin Barbara Beer aus Bad Zwesten (links) stellt in den Räumen von Martina Falk in Homberg aus. Foto: claudia Brandau

Homberg – Einen kraftvolleren Auftakt hätte es für die Homberger Wunderweiberwochen nicht geben können: Seit Freitag stellt die Bad Zwestener Künstlerin Barbara Beer in der Homberger Untergasse ihre Werke aus.

 

Und die kommen mit Wucht daher. Gleich, ob da pralle, üppige Körper zu sehen sind oder eher zurückgenommene Formen – Barbara Beer arbeitet und experimentiert mit dem Thema Frausein. Die Homberger Psychologin Martina Falk, in deren Räume die Ausstellung zu sehen ist, fand in ihrer Eröffnungsrede klare Worte: Barbara Beer sei „die unbeirrbare Anwältin des Weiblichen“.

Noch immer herrsche ein männlich dominiertes Weltbild. Statt auf Fürsorge, Empathie und Milde setze die Gesellschaft auf Strenge, Disziplin und Leistungsbereitschaft. Die Gesellschaft kranke an der Geringschätzung des Weiblichen: Frauen, so Martina Falk, gälten bei diesem harten Blick auf die Welt eben nur als „die nicht ganz so guten Männer.“ Auch deshalb wüssten auch heute noch viele Frauen nicht um den Zauber und die Macht, die ihnen innewohnen.

Genau diese Themen aber das werden in den Bildern und Skulpturen von Beer sichtbar. Wer auf die archaischen, oft jahrtausendealten Formen schaut, der sieht vor allem eines: die Würde, die von den Figuren, Formen und Silhouetten ausgeht. Die Psychologin und Traumatherapeutin Barbara Beer setzt sich in Beruf und in der Kunst mit Weiblichkeit auseinander. Ihre Bilder und Erdmalereien arbeiten mit uralten Symbolen. Man muss sie nicht unbedingt erkennen, damit sie ihre Wirkung entfalten, sie sprechen eine eigene, oft uralte universelle Sprache.

Das Material für ihre Bilder kommt aus der ganzen Welt, Barbara Beers Freunde bringen ihr oft Sand und Erde aus dem Urlaub mit. Damit fließt die Welt in ihren Werken zusammen. Und die sprechen wiederum eine Sprache, die die ganze Welt versteht.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 20. Oktober, in der Homberger Untergasse 11 zu sehen. Die nächste Veranstaltung in der Reihe der Wunder-Weiber-Wochen: Heilpraktikerin Nicole Trinkus spricht am Mittwoch, 9. Oktober, ab 19.30 Uhr über die Wechseljahre. Titel des Vortrags: Hitzefrei. Der Eintritt kostet 16 Euro.

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