25 Jahre für Kunst und Kultur

Freuen sich auf die Jubiläumsfeier: Die Vorsitzende Christine Beutelhoff (von links), André Grabczynski, Edith Köhler, Annegret Hjorth und Lydia Köhler vom Homberger Kulturring. Foto: Hartung

Homberg. Sie koordinieren Veranstaltungen mit Vereinen, planen und organisieren mit den Künstlern und richten selbst unter anderem Konzerte, Theatervorführungen und Kabarettabende aus.

42 Mitglieder gründeten 1990 den Kulturring, in den auch direkt einige Vereine eintraten. Zu den ersten gehörten die Liedertafel und die Musikschule.

Ein Jahr später organisierte der Kulturring die erste große Veranstaltung. Die Homberger Stadthalle war fertiggestellt, die Stadt hatte aber kein Geld, um sie mit einer Feier einzuweihen. „Das geht doch nicht, haben wir gesagt. So ein schönes neues Gebäude, und es sollte nicht eingeweiht werden“, erzählt die Vorsitzende des Kulturrings, Christine Beutelhoff.

Der Verein stellte kurzerhand ein dreitägiges Programm mit Musik und Tanz auf die Beine. „Es kamen Massen. Jeder wollte die neue Stadthalle sehen“, erinnert sich Beutelhoff. Die Feier war ein voller Erfolg und spülte Geld in die Kassen des Vereins.

Marktplatz: Dank des Kulturrings bekam Homberg die Märchenfiguren. Archivfoto: Reinhard Berger

Anders war das 1997, als der Kulturring Sänger Matthias Reim in die Großsporthalle holte. Es kamen deutlich weniger als die erhofften 1000 Gäste. Der Verein hatte vorher zugesagt, dass er einen Teil des Erlöses für die Renovierung der THS-Aula spenden wollten. „Aber es blieb ja nichts übrig“, sagt Beutelhoff.

Um nicht unglaubwürdig zu erscheinen, zwackten die Mitglieder eine erhebliche Summe aus der Vereinskasse ab - mit riesigem Erfolg: Innerhalb kürzester Zeit kamen rund 60.000 Mark an Spenden für die Schule zusammen. „Das Reim-Konzert galt dann offiziell als Auftaktveranstaltung der Spendenaktion“, erzählt Beutelhoff stolz.

Mit der Initiative des Kulturrings entstand auch der Märchenbrunnen auf dem Marktplatz. 20.000 Mark kosteten die Brüderchen-und Schwesterchen-Figuren von Professor Ewald Rumpf. Durch zahlreiche Unterstützer - unter anderem durch eine Aktion der HNA - konnte der Verein genug Geld sammeln. Als die Figuren 1997 enthüllt wurden, stellte sich aber heraus, dass ein Arm einer Figur 15 Zentimeter zu weit in die Straße ragte, erzählt die Vorsitzende und lacht. Also wurde der Arm in Nürnberg nochmal neu gegossen.

Derzeit bietet der Kulturring sechs bis acht Veranstaltungen im Jahr an, über 200 Mitglieder engagieren sich, sagt Öffentlichkeitsreferent André Grabczynski. „Aber wir brauchen dringend neue Mitarbeiter, vor allen Dingen auch jüngere, die bei den Veranstaltungen mit anpacken können.“ (cha)

Informationen: www.homberger-kulturring.de, Tel. 0170/4631117 (montags 14 bis 16 Uhr, donnerstags 16 bis 18 Uhr).

Feiern mit Buffet und Konzert

Zum 25-jährigen Bestehen des Kulturrings gibt es am 12. September ein Konzert in der Stadthalle. Zu Gast sind die Frankfurt Strings, eine 20-köpfige Formation des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks. Sie spielen Vivaldis Vier Jahreszeiten. Das Konzert gehört zur Reihe „Hörmal im Denkmal“ und wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützt. Los geht der Jubiläumsabend um 19 Uhr mit einem Buffet, danach zeigen die Mitglieder des Kulturrings die schönsten Momente der vergangenen 25 Jahre in einer Fotoshow.

Die Karten (inklusive Buffet) kosten 25 Euro. Es gibt sie bei „Der verrückte Florist“, Ziegenhainer Straße 11a, und bei der Kreissparkasse Schwalm-Eder.

Hinweis an Mitglieder: Mitglieder erhalten freien Eintritt zum Festabend. Ihnen ist mit der Einladung ein Gutschein zugeschickt worden, den sie bis zum 6. September in eine Eintrittskarte umtauschen sollten.

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