Virtueller Künstlertreff

Jetzt geht Kunst online: Internetgalerie soll Homberger Künstler präsentieren

Eine Metallkugel liegt an einem Stran neben einem umgedrehten Boot, das vom Wetter verwittert wurde. Im Hintergrund des Steinstrandes erstreckt sich das Meer.
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Schottische Impressionen zeigte der Homberger Künstler Klaus Bölling vergangenes Jahr in der Galerie Glashaus. Neben seinen Werken gibt es die zahlreicher weiterer Künstler nun online zu entdecken.

Kreativität gibt es auch im Lockdown. André Grabczynski, Kurator des Homberger Künstlertreffs will genau das zeigen. Deshalb geht die Kunst im Schwalm-Eder-Kreis jetzt online. Grabczynski hat die Homberger Kunstgalerie ins Leben gerufen. Die Galerie soll online alles bieten, was sich Museums- und Galeriebesucher wünschen.

Homberg - Nachdem der jährliche Künstlertreff in der Homberger Stadthalle mit einer virtuellen Ausstellungshalle Malern, Bildhauern, Zeichnern eine Plattform bot, sei es ein logischer Schritt gewesen, nun eine dauerhafte virtuelle Galerie für Kunstinteressierte zu schaffen, berichtet Grabczynski. Gezeigt werden sollen dort Künstler aus Homberg, dem Schwalm-Eder-Kreis und darüber hinaus – und zwar mit ihrer Vita und einigen Werken. Über 30 von ihnen sind bereits in die Galerie aufgenommen, bei einigen jedoch besteht noch kein Zugriff auf Lebenslauf und Werke.

Neben der Präsentation der Künstler bietet die Galerie Informationen und Besprechungen des Künstlertreffs und weiteren Kunstprojekten wie „Changing Places“, bei dem Künstler aus Homberg und dem englischen Bridgwater 2018 ihren Blick auf ihre Heimatstadt zeigten. Darüber hinaus will Grabczynski Informationen über „das große Gebiet der Kunst“ bieten. Ein Blog wurde ebenfalls integriert, er soll Besucher zum Austausch anregen.

„Es war überfällig, die Homberger Künstler der Öffentlichkeit zu präsentieren, verstecken muss sich Homberg in Sachen Kunst nämlich keineswegs“, sagt Grabczynski. Bisher habe es keinen Überblick über alle Künstler gegeben. Und nur einmal im Jahr deren und die Werke zahlreicher Künstler aus dem Schwalm-Eder-Kreis und darüber hinaus beim Künstlertreff zu zeigen, sei eindeutig zu wenig. Mit der Online-Galerie könnte das nun jederzeit geschehen.

Ob und wie der Künstlertreff 2021 stattfinde, sei noch in der Schwebe. „Momentan plane ich doppelt“, berichtet der Organisator – für einen Treff ganz real in der Stadthalle und für einen virtuellen Rundgang. „Denn ausfallen soll der Künstlertreff auf keinen Fall.“ Außerdem habe der virtuelle Rundgang im vergangenen Jahr gute Resonanzen erhalten. (Chantal Müller)

Wer in die Kunstgalerie aufgenommen werden möchte, kann sich bei André Grabczynski melden unter atelier-grabczynski@online.de.

hombergerkunstgalerie.wordpress.com

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