Jugendfeuerwehr Mühlhausen: Zum neunten Mal Hessenmeister

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Erfolgreich: Die Jugendfeuerwehr Mühlhausen gewann in diesem Jahr die Hessenmeisterschaft und den Kreispokal. Nun will sie auch wieder im Wettkampf um den Wanderpokal siegen. 

Mühlhausen. Die Mühlhäuser Jugendfeuerwehr gewinnt fast alle Auszeichnungen, die nur zu gewinnen sind.

In diesem Jahr sind sie bereits zum neunten Mal seit 1987 Hessenmeister geworden, und den Kreispokal in Uttershausen haben sie am Wochenende auch noch gewonnen - mit 20 Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz. Das Erfolgsgeheimnis der Jungen und Mädchen kann man nur vermuten.

Hohe Frauenquote 

31 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren sind in der Feuerwehr Mühlhausen -- 28 von ihnen sind weiblich. „Früher wollten die Männer keine Frauen in der Feuerwehr haben. Aber schon beim ersten Hessenmeistertitel 1987 war eine Frau dabei“, sagt Heinz Ziegler, ehemaliger Jugendwart. Damit ist die Feuerwehr Mühlhausen Vorreiter. Nur in wenigen Feuerwehren konnten so früh Frauen bei Wettkämpfen mit an den Start gehen. Dass aber überhaupt so viele Kinder in der Jugendfeuerwehr aktiv sind, liege daran, dass es im Dorf nur wenige Freizeitangebote gebe. „Es ist Tradition, in der Feuerwehr zu sein.“

Gemeinsames Training 

Jungen und Mädchen trainieren gemeinsam. Das motiviert und spornt an. Eigene Vorschläge von den Jugendlichen zum Training sind erwünscht, und das Programm wird gemeinsam mit den Betreuern entwickelt. Wichtig sei, dass alles gemeinsam mit der Gruppe besprochen werde und man sich auch bei privaten Dingen gegenseitig helfe, sagt Ziegler. „Die Teamarbeit bringt die Jungen und Mädchen voran.

Abwechslung bieten 

Damit die Kinder und Jugendlichen den Spaß an der Feuerwehrausbildung nicht verlieren, lassen sich die jungen Betreuer immer wieder Neues einfallen: Im Sommer wird eine Wasserübung kurzerhand zu einer Wasserschlacht, im Winter geht es gemeinsam in Schwimmbad oder Turnhalle. „Die Jugendleiter bringen Abwechslung in die Ausbildung, dann bleiben alle dabei“, sagt Ziegler.

Strategie ist alles 

„Wir Betreuer klügeln eine Strategie aus und gehen auf die Jugendlichen und ihre Wünsche ein“, sagt Jugendwart Heiko Händel. Wenn sich jemand auf einer Position nicht wohlfühle, müsse er beim Wettkampf auch nicht dort starten.

Tradition 

Es gibt viele Mühlhäuser Familien, in denen schon die Eltern 1987 Hessenmeister geworden sind, ihre Kinder gewannen in diesem Jahr den Titel. „Trainingsmethoden werden bei uns weitergegeben. Die Eltern wissen ja schon, wie es geht“, sagt Händel.

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