Hotel wird renoviert

Kaum Räume für Vereine in Homberg: Auch Stadt Cassel geschlossen

Hofft, dass er bald wieder in der Stadt Cassel tagen kann: Harald Götte, Vorsitzender des Homberger Geschichtsvereins, vor dem Hotel.
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Hofft, dass er bald wieder in der Stadt Cassel tagen kann: Harald Götte, Vorsitzender des Homberger Geschichtsvereins, vor dem Hotel.

Zehn Jahre lang war das Hotel Stadt Cassel das Vereinshaus des Homberger Geschichtsvereins. In dem Hotel mit Restaurant und Saal tagte der Verein, organisierte geschichtliche Vorträge. Doch Anfang des Jahres war damit Schluss. Die Gaststätte schloss ihre Pforten.

Harald Götte bedauert es sehr, dass das Haus geschlossen ist. Es sei ein echter Verlust für Homberg sagt der Vorsitzende des Geschichtsvereins.

Doch Vereine und Besucher können aufatmen: Der Betrieb der Stadt Cassel geht weiter. Das Haus soll nach einer Renovierung im März 2020 wieder öffnen.

Götte leitet seit 21 Jahren den Zweigverein Homberg im Verein für hessische Geschichte und Landeskunde. Seit dieser Zeit habe der Verein viele Lokale in Homberg in Anspruch genommen. Das Gasthaus Krone, das Soldatenheim, die Gaststätte Jütte und die Alte Scheune waren nur einige davon. In der Hauptsache sei es aber immer die Stadt Cassel gewesen. Sie habe sehr viele Vorteile. Götte lobt dabei etwa die Führung des Restaurants und zuletzt auch die Küche.

Die Räume seien hervorragend geeignet gewesen, um dort zu tagen, 60 Personen hätten in dem Saal Platz. In der Kutscherstube könne man kleinere Versammlungen abhalten, berichtet Götte. Referenten, die meist von auswärts kamen, konnten dort übernachten und speisen. Und die Besucher wurden ebenso gut verköstigt. Zudem sei die Stadt Cassel auch für Ältere gut zu erreichen und verfüge über genügend Parkplätze.

Derzeit hat der Geschichtsverein im katholischen Gemeindehaus Unterschlupf gefunden. Dies könne aber nur eine vorübergehende Lösung sein. Denn aufs Dorf wollte Götte mit seinem Verein nicht gehen – so wie es ihm viele geraten hatten. In Homberg fehle es derzeit an geeigneten Räumlichkeiten für Vereine.

Dieser Meinung ist auch Allhard Bischof von der Liedertafel. Der Männergesangverein ist nach der Schließung der Stadt Cassel auch im katholischen Gemeindehaus untergekommen. Das Hotel Stadt Cassel sei von vielen Vereinen genutzt worden und die ganze Woche ausgebucht gewesen. Bischof zählt neben den Landfrauen auch die Schlaraffen und Rotarier auf sowie verschiedene kleinere Kartenspielrunden. Die Betreiberin habe sich sehr um eine gute Führung des Hauses bemüht. Auch für ihn sei die Schließung ein Verlust, sagt Bischof. Denn viele der Homberger Lokale sind seit längerem geschlossen. Dazu zählt er etwa die die Hohlebachmühle und das Gasthaus Krone.

Hotel Stadt Kassel soll im März eröffnen

Sascha Gerber aus Ludwigsau war fünf Jahre Pächter des Hotels, das von der Bad Hersfelderin Helga Schmidt betrieben wurde. Als der Vertrag auslief, habe er ihn nicht mehr verlängern wollen, so Gerber. Neuer Inhaber ist ein Geschäftsmann aus Künzell: Mhill Tusha, teilt auf Anfrage mit, dass der Betrieb im Hotel Stadt Cassel wie gewohnt weitergeführt werden soll. Sein Sohn Renato Tusha werde die Leitung des Hotels und der Gastronomie übernehmen. Derzeit werde renoviert, die Hotelzimmer sollen erneuert werden. Voraussichtliche Eröffnung soll im März sein, so Tusha weiter.

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