Kontrollen angekündigt

Kein Feuerwerk an Silvester: Schwalm-Eder-Kreis verbietet Böller

Ein Sektglas mit Wunderkerze
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Die Corona-Pandemie schränkt das soziale Miteinander ein.

Wenige Tage vor Silvester hat der Schwalm-Eder-Kreis eine Entscheidung zum Thema Feuerwerk getroffen: Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist grundsätzlich an allen öffentlichen Orten und Plätzen im Landkreis verboten.

Schwalm-Eder - Im Gegensatz zu Weihnachten wird die Ausgangssperre an Silvester nicht gelockert. Zwischen 21 Uhr am Silvesterabend und 5 Uhr am Neujahrstag darf niemand unterwegs sein – obwohl der Schwalm-Eder-Kreis bei einer Inzidenz von 160 liegt und damit die kritische Marke von 200 unterschreitet.

Die höchste Stufe im Eskalationskonzept, die auch eine Aussgangssperre vorsieht, bleibt damit bestehen. Da aufgrund der Weihnachtsfeiertage deutlich weniger getestet wurde und auch die Auswertung sowie Meldung von Coronatests stark verzögert stattfinde, habe sich der Landkreis entschieden, am Eskalationskonzept festzuhalten. Damit beruft er sich auf eine entsprechende Sonderregelung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Die Landkreise verfügen demnach „über den entsprechenden Spielraum bei der Beurteilung der Inzidenzen“, heißt es seitens des Ministeriums auf HNA-Anfrage.

Landrat Winfried Becker und Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann bezeichnen die derzeitigen Zahlen als „trügerisch“. Das Aufheben der Ausgangssperre an Silvester könne „fatal für uns alle“ sein. Denn: „Die Wiederaufnahme des Betriebes am Testcenter in Homberg am 28. Dezember hat bereits gezeigt, dass die Anzahl der positiv getesteten Personen mit über 50 Prozent überdurchschnittlich hoch ist“, teilt Sprecher Stephan Bürger mit.

Mit den Bürgermeistern im Schwalm-Eder-Kreis habe man sich deshalb auf ein Feuerwerksverbot an Silvester geeinigt. Wer noch Böller und Raketen aus dem Vorjahr abbrennen will, der kann das nur auf seinem eigenen Grundstück tun: „Damit möchten wir nicht den Jah-reswechsel vermiesen, sondern reagieren auf das dynamische Infektionsgeschehen“, so Becker und Kaufmann. Sollte sich am Montag, 4. Januar, abzeichnen, dass die Inzidenz von 200 dauerhaft unterschritten wird, werde die Ausgangssperre „selbstverständlich unverzüglich“ aufgehoben.

Einige Städte und Gemeinden haben bereits umfangreiche Kontrollen in der Silvesternacht angekündigt. In Homberg wird sogar die Hohenburg abgeschlossen, um Menschenansammlungen zu vermeiden. (Chantal Müller)

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