Kirmes unter freiem Himmel im Autokino der Kreisstadt

Band Tequilas sorgte für Partystimmung in der Homberger Arena

Sechs junge Frauen stehen mit einem Schild in  der Hand  in einem Autokino.
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Freudenthaler Mädels on Tour: Julia Göbert, Caroline Böhm, Franziska Hohmann, Johanna Röse, Paulina Rose, Sina Raabe und Kathrin Bott von links hatten bei der Kirmes in der Homberger Open-Air-Arena Spaß.

Endlich wieder Kirmes, dachten hunderte von Jugendlichen am Freitag, als sie zur Drive-In-Kirmes aufs Open-Air-Gelände in Homberg einfuhren. Für viele war es ein so noch nie da gewesenes Erlebnis, das galt auch für die Band Tequilas.

Den ganzen Winter über hatte die siebenköpfige Band um den Steindorfer Christoph Liebermann für die neue Kirmessaison geprobt, nun sollte der Auftritt in der Open-Air-Arena an der Ostpreußenkaserne der einzige in diesem Jahr bleiben. Und für Liebermann obendrein ein Heimspiel.

Entsprechend nervös war die angereiste Band mit Caro Best (Gesang), Nils Schmidtpeter (Schlagzeug), Dennis Kersten (E-Bass), Niklas Liese (Gesang), Robin Urban (Gesang), Phil Seifert (E-Gitarre). Doch schon nach den ersten Kirmes-Klassikern von Helen Fischer, Wolfgang Petry und Hubert von Goisern war alle Anspannung verflogen.

Die Band Tequilas sorgte für prächtige Partystimmung.

Die 30 Helfer um Organisator Joachim Walther vom Cine-Royal-Kino Fritzlar hatten alle Hände voll zu tun, um für Nachschub an Bier und Limo zu sorgen – die Online-Bestell-Leitung lief heiß und die Pommes waren zur Halbzeit um halb elf aus. „Die jungen Leute haben uns mit Bestellungen überrannt“, so Peter-Kurt Wagner von der Nachbarschaftshilfe Schwalm-Eder, die fürs Catering sorgte.

Auch Ober-„Uffseher“ Joachim Walter war an diesem Abend etwas angespannter als sonst: Den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und darauf achten, dass sie beim Gang zur Toilette auch Mundschutz tragen und dass nicht mehr als zehn Leute versammelt sind – Chefsache für den 37-Jährigen.

Im Laufe des Abends mutierten die Tequilas immer mehr zu einer Rock- und Popgruppe vor begeistert neben, auf und im Auto tanzenden Musikfans, als nach den 1980ern und 1990er-Jahren auch Rapsongs wie Roller von Apache oder Rammstein mit „Sonne“ den Abend beschlossen. „Eine richtige Kirmes ist nochmal etwas anderes“, sagte Kathrin Bott, als das die Musik um Mitternacht nach einem Hupkonzert der 162 Autos versiegte. Für die Freudenthalerin, die mit sechs Freundinnen angereist war, hätte die Musik gern etwas lauter sein können, so manches Autoradio kam an diesem Abend an seine Grenzen.

Glücklich, wer wie Lukas Trollhagen mit Schlepper, Wagen und Verstärker zum Feiern in die Open-Air-Arena gefahren worden war – da machte der Junggesellenabschied doppelt so viel Spaß.

Dass dieser Abend bei den vorwiegend jungen Gästen heiß ersehnt war, stand den vielen Kirmesburschen und Kirmesmädels ins Gesicht geschrieben. Melanie und Frank Möller aus Dorheim feierten vergnügt ihren zehnten Hochzeitstag im Auto, Laura Kolmsee und ihre vier Freundinnen aus Baunatal wollten einfach nur einen schönen Abend verleben. „So etwas gibt es ja sonst nirgends“, sagten die Mädels begeistert.

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