Kommentar zum Thema Reformation in Homberg: Falsche Erwartungen

2017 wird das Reformationsjubiläum gefeiert. Homberg darf sich Reformationsstadt nennen, doch mit den Vorbereitungen ist es derzeit nicht so weit her: HNA-Redakteurin Maja Yüce über die Stadt Homberg und das Reformationsjubiläum.

Das Reformationsjubiläum steht vor der Türund Homberg klopft offenbar nicht fest genug an. Dabei wäre das eine Chance, um für die schöne und geschichts -trächtige Stadt zu werben.

Bisher hatte die Stadt diese Aufgabe an das Stadtmarketing delegiert. Bis vor wenigen Wochen konnte man sich noch einen hauptamtlichen Geschäftsführer leisten, einen Historiker: „Der für die Reformationsstadt wirbt und den Namen Hombergs in Hessen bekannt macht“, wie auf der Homepage der Stadt zu lesen ist. Am Ergebnis dieser Arbeit darf gezweifelt werden: nicht mal beim evangelischen Kirchentag war Homberg auf der Reformationsstraße der Städte vertreten, und auch die Knülltouristik wirbt nicht dafür.

Jetzt aber vom neuen Vorstand des Stadtmarketings zu verlangen, sich dieses Themas anzunehmen, wäre utopisch. Er besteht aus Ehrenamtlichen, und die haben schon viel erreicht: Ihre neuen Feste haben die Stadt belebt, und ihr Engagement verbreitet in Homberg ein lange vermisste Wir-Gefühl. Und das hätte wohl selbst Luther gefallen, der sagte: „Das passt wie die Faust aufs Auge.“

Rubriklistenbild: © HNA

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