Zahl der Corona-Infizierten steigt auf 66

Kreis kündigt Kontrollen von Gruppen und Gaststätten an

Schwalm-Eder – In Hessen sind die ersten beiden Corona-Opfer zu beklagen: Die Erkrankten starben in Wiesbaden und in Offenbach. Im Schwalm-Eder-Kreis stieg indes die Zahl der nachweislich Infizierten laut Kreisverwaltung von 62 am Donnerstag auf 66 am Freitag.

Der Landkreis kündigt nun an, ab dem heutigen Samstag durch die Ordnungsämter vor Ort verstärkt zu kontrollieren, ob sich die Einwohner des Schwalm-Eder-Kreises ans Gebot der Stunde und des Landes Hessen halten, Ansammlungen vermeiden und Gaststätten tatsächlich geschlossen sind und bleiben.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, dürfen laut Landesregierung ab heute nicht mehr als fünf Menschen zusammen kommen, sie sind angehalten, Begegnungen deutlich einzuschränken. Der Landkreis werde nicht zögern und rechtliche Schritte gegen all diejenigen einleiten, die sich nicht an die Verordnungen des Landes hielten, teilt Landrat Winfried Becker mit.

Er fordert die Menschen eindringlich dazu auf, sich an die Vorgaben zu halten und während der Coronakrise soweit wie möglich zu Hause zu bleiben. „Es gibt keine Alternative – es wird Zeit, dass alle verstehen, wie ernst die Lage ist“, heißt es aus dem Kreishaus. Nach wie vor gehe es darum, Menschen zu schützen und die Infektionsrate so gut wie möglich abzubremsen und so zu verhindern, dass das Gesundheitssystem überlastet wird. Ziel sei, Menschen, die im Rettungs- und Gesundheitswesen arbeiten, gesund zu halten. Kranken- und Altenpfleger, Rettungssanitäter und Mitarbeitende in Kliniken und Arztpraxen seien in der aktuellen Situation unverzichtbar.

Die Kreisverwaltung könne zurzeit viele Dienstleistungen nicht in der gewohnten Form und Geschwindigkeit bearbeiten, berichtet der Landrat: In Abstimmung mit den Städten Fritzlar, Melsungen und Schwalmstadt stünden alle Zulassungsstellen des Schwalm-Eder-Kreises grundsätzlich zur Verfügung. Wegen des eingestellten Publikumsverkehrs sind die Kunden jedoch aufgefordert, sich zuvor telefonisch anzumelden.

Der Landrat fordert Verständnis dafür, dass vorrangig all die Vorgänge bearbeitet werden, die für die Infrastruktur wichtig seien. Voraussichtlich ab Montag soll am Homberger Behördenzentrum im benachbarten „Schilderdienst“ – im Gebäude Triangel – ein Schalterdienst eingerichtet werden, in dem Unterlagen entgegengenommen werden.

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