Zuhörer stellten Investor viele Fragen

Kreisel, Laster und Lärm: Fragen und Antworten zum Einkaufszentrum

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Eingang von drei Seiten: Das geplante Einkaufszentrum an der Drehscheibe in Homberg soll vom Stellbergsweg, von der Kasseler Straße und von der Ziegenhainer Straße erreichbar sein. Die LKW-Anlieferung soll über den Bindeweg erfolgen.

Die Kasseler Straße sei die gute Stube der Homberger, sagt Markus Staedt, Stadtplaner und Moderator des Prozesses rund um das Ulrich-Areal. Nun könne man sie neu gestalten.

Was genau der Investor Schoofs Immobilien plant, wurde bei einer öffentlichen Ausschuss-Sitzung im Homberger Rathaus deutlich. Dabei hatten auch die Zuhörer, anders als üblich, die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Eine Auswahl:

Wie soll der Verkehr an der Drehscheibe geregelt werden?

Die Drehscheibe an der Kasseler Straße/Ziegenhainer Straße sei schon jetzt oft überlastet, daher hätten Verkehrsplaner einen Mini-Kreisverkehr empfohlen, hieß es von den Planern.

Wie soll die Anlieferung der Geschäfte im geplanten Einkaufszentrum erfolgen?

Etwa sieben Lastwagen würden täglich zur Anlieferung den Bindeweg - also auch entlang der Theodor-Heuss-Schule - rollen. Die Anforderung an die Verkehrssicherheit sei daher groß. Es seien Regeln für die Anlieferung geplant, um Schulbeginn und -ende besonders zu schützen. Außerdem fordere die Stadt, dass das Wenden der Laster auf dem Gelände des Ulrich-Areals und nicht im öffentlichen Bereich stattfinden soll.

Wie kann man bei dann erhöhtem Verkehrsaufkommen sicher über die Kasseler Straße gehen?

Derzeit plane man einen Zebrastreifen, um den sicheren Übergang zu gewährleisten. Die Idee einer Brücke über die Straße, die im Bürgerforum formuliert wurde, sei auch aus Kostengründen vom Tisch.

Welche Geschäfte sollen in das Einkaufszentrum einziehen?

So könnte es aussehen: Satteldächer seien vorgesehen und eine Architektur, die zu den umliegenden Gebäuden passe, erklärten die Projektentwickler.

Der bereits in Homberg ansässige Rewe-Markt würde einziehen, ein DM-Drogeriemarkt und ein Discounter würden die größte Fläche der insgesamt 7000 Quadratmeter einnehmen. Es gebe dann noch Platz für 13 kleinere Geschäfte (50 bis 120 Quadratmeter), so die Planer. Der Rossmann-Markt an der Ziegenhainer Straße plane in das Efze-Center zu ziehen und seinen Standort in der Innenstadt zu schließen, erklärte Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Wie viele Parkplätze entstehen und wird das Parken etwas kosten?

Auf dem Dach des Einkaufszentrums könnten 300 Parkplätze entstehen. Die Zufahrt könnte über die Kasseler Straße erfolgen. Das Parken sei kostenlos hieß es zunächst, später dann, dass nach einer gewissen Parkdauer Gebühren anfallen könnten.

Wie steht der Stadtmarketingverein zu der Planung?

Die meisten Dinge, wie die Verlegung des Rewe-Marktes und der Einzug eines Discounters, würden unkritisch gesehen, sagte Ritz. Allerdings gebe es gerade im Bereich der Kleinflächen (Schuhe, Textil) kritische Anmerkungen.

Was plant man, um die Geräuschentwicklung so gering wie möglich zu halten?

Die Kühlung sei sehr modern und rund um den Parkplatz werde man für Schallschutz sorgen. „Wir wollen das Wohnen erhalten“, so Staedt.

Beteiligt sich der Investor an den Kosten, die für die Umgestaltung der Drehscheibe und den Stadtpark nötig werden?

Welche Kosten der Investor übernimmt, soll ein städtebaulicher Vertrag regeln. „Diese Kosten werden nicht unerheblich sein“, so Ritz. Doch sei das noch Thema der Verhandlungen.

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