Veranstaltung soll Kulturen zusammenbringen

Lagerfeuerkonzert in Homberger Stadtpark stand im Zeichen Afrikas

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Animierten zum Mittanzen: Die Künstler der Gruppe Domou Afrika.

Es sollte um den Austausch der Kulturen gehen beim zweiten Lagerfeuerkonzert im Homberger Stadtpark. Das gelang den Organisatoren. In diesem Jahr drehte sich alles um Afrika.

Tanzen, tanzen, tanzen – das forderte „Falloo Xy“ mit der Band Domou Afrika (Kinder Afrikas). Die Trommeln heizten ein. Dazu ein Instrument, das mit beiden Händen auf 21 Saiten gezupft wird. Der Sound der Kora verband sich mit der heiseren Stimme des Sängers. Da sprangen die Homberger hoch und warfen mit ekstatischen Bewegungen die Arme in die Luft. Das hat es im ehrwürdigen Homberger Stadtpark mit den hundertjährigen Grabsteinen so wohl auch noch nicht gegeben.

Viele waren zum Lagerfeuerkonzert gekommen, das Stadtmarketing, Stadt Homberg und Internationaler Bund bereits zum zweiten Mal gemeinsam organisiert hatten. Und wer auf den Bänken keinen Platz fand, der lagerte im weiten Halbrund um die Bühne.

Es sollte um den Austausch zwischen den Kulturen in der Stadt gehen. Das gelang den Organisatoren: Die Kinder drängten sich am kleinen Stand von Marjan Norder. Die Holländerin bot Süßigkeiten in bunten Tütchen an. Daneben schauten die Erwachsenen interessiert zu, wie Kaffee in winzigen Tässchen auf äthiopische Art und Sitte von Liya Amare ausgeschenkt wurde. Dicht umlagert waren die Platten und Schüsseln mit interessant aussehenden, afrikanischen Köstlichkeiten und Feigensaft. Gegen eine Spende gab es hoch beladene Fladen. Petra und Detlev Zesny zeigten ihren drei Münchner Enkeln, was in Homberg los ist. Auch Doris Fianyo und Sebastian Heise genossen das Konzert, während Selam und Abel stolz ihre Haarpracht präsentierten.

Kaffeezeremonie: Liya Amare schenkte Kaffee in winzigen Tässchen auf äthiopische Art und Sitte aus.

Als die Band nach mehreren Zugaben die Bühne verließ, begann eine schwingende Modenschau mit traditionellen Prachtkleidern Westafrikas. Auch im Publikum zeigten sich Frauen in fantastischen, edlen Kleidern. Denn in diesem Jahr stand dieser Kontinent im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Verena Wimmel vom Stadtmarketing hatte souverän das Geschehen auf dem Platz im Griff. Sie hatte zusammen mit Nadine Oppermann, Judith Graap vom Internationalen Bund und Schikur Mohe das Fest auf die Beine gestellt. „Wir wollen afrikanische und deutsche Kultur zusammen bringen“, erläuterte sie.

Das zeigte sich im zweiten Teil, als die Kasseler Sängerin Sora auf die Bühne sprang. Sie kam direkt von einer Konzerttour vom Chiemsee nach Homberg, bereits sehnlichst erwartet von zahlreichen Fans. Heute Abend singe sie nur eigene Kompositionen, war die Ansage. Der melodisch verträumte Sound ließ die Romantik dieses kleinen Stadtparkes im Fachwerkstädtchen spüren.

Zeigte eigene Kompositionen: Sängerin Sora.

Noch einmal strahlte die Abendsonne auf, um die Laubkronen der mächtigen Bäume golden erstrahlen zu lassen. Das war ein Abend mit hervorragenden Künstlern und wahrhaft von Herzen organisiert.

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