Untersuchungen auf ehemaligem Klinikareal in Homberg

Land bohrt nach Erdwärme

Helene Pankratz
+
Helene Pankratz

Homberg – Wärme. Nur wenig dürfte in der kalten Jahreszeit für ein wohligeres Gefühl sorgen. Damit die aber so umweltschonend und nachhaltig wie möglich gewonnen werden kann, braucht es neue Ideen. Eine davon: Erdwärme. In Homberg fanden dafür Erkundungsbohrungen des Landes Hessen statt. Die Ergebnisse will die Landesenergieagentur Hessen (Lea) in einem Steckbrief veröffentlichen.

Die gewonnenen Daten geben an, wie viel Erdwärmepotenzial in der Region vorhanden ist. 17 Testbohrungen in Hessen gibt es insgesamt.

Es braucht Ideen für einen nachhaltigen und umweltschonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Aus diesem Grund beteiligt sich auch die Stadt Homberg an dem Projekt, sagt Klimaschutzmanagerin Helene Pankratz: „Es ist wichtig, Energieversorgung nachhaltig zu entwickeln.“ Finanziert wird das Ganze vom Hessischen Wirtschaftsministerium. Homberg ist dabei, weil die Stadt im Förderprogramm Plus-Energie-Siedlungen ist, erklärt Pankratz. Der Bau solcher Siedlungen, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen, sei auch für das ehemalige Klinikareal noch immer Thema. „Vor allem im Hinblick auf das, was auf dem Grundstück entstehen soll, bietet die Bohrung großes Potenzial“, sagt Pankratz. Die klimafreundliche Alternative zu Heizen könnte auch eine Möglichkeit für die künftige Bebauung auf dem ehemaligen Klinikareal in Homberg sein. Zumindest kann die installierte Erdwärmesonde auch nach Abschluss der Arbeiten zur Wärmegewinnung von der Stadt genutzt werden, heißt es von der Landesenergieagentur.

Ziel der Erkundungsbohrung ist es, die Planungen für Geothermieanlagen, die die Wärme aus dem Erdinneren nutzen, zu erleichtern. Bauherren, Kommunen, Energieversorger sollen so zur Nutzung von Erdwärme motiviert werden. Der Genehmigungsprozess einer solchen Anlage ist allerdings sehr umfangreich. So muss etwa auch die Wasserbehörde einem Bau zustimmen. Wer sich trotzdem für diese Form des Heizens entscheidet, kann vom Bund eine Förderung von bis zu 45 Prozent erhalten. Foto: Chantal Müller »  SEITE 5

Von Chantal Müller

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.