Anwohner beschwerten sich

Laute Pokémon-Jäger sorgen für Polizeieinsatz in Homberg

Homberg. Die virtuelle Monsterjagd per Smartphone mit dem Spiel „Pokémon Go" greift auch im Schwalm-Eder-Kreis um sich. In Homberg musste jetzt sogar die Polizei ausrücken.

20 Pokémon-Jäger waren am späten Montagabend, um 23.25 Uhr, auf dem Homberger Marktplatz unterwegs und machten dabei so viel Krach, dass sich Anwohner bei der Polizei über die Ruhestörung beschwerten.

„Die Polizeistreife hat die Jäger zur Ruhe ermahnt und Platzverweise ausgesprochen“, erklärt Volker Schulz, Pressesprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder. Es sei seit dem offiziellen Start des Handy-Spiels in Deutschland vor einer Woche, der erste Einsatz für die Polizei im Landkreis gewesen, sagt Schulz auf HNA-Anfrage. Zum Glück sei die Situation nicht gefährlich gewesen, fügt er an. Damit es nicht dazu kommt, rät er den Spielern, nicht nur auf ihr Handy zu starren, sondern aufmerksam im Straßenverkehr zu sein. Denn zu heiklen Situationen kann es leicht kommen: In Treysa wurden Pokémon-Jäger auf dem Kreisel am Kino bei der virtuellen Monster-Suche beobachtet.

Neben der Polizei warnt auch der ADAC vor der Gefahr durch Ablenkung. Beispielsweise könnten sich Spieler durch plötzlich auf der anderen Straßenseite auftauchende Monster dazu animiert fühlen, über die Straße zu laufen, ohne auf den Verkehr zu achten. Dies gilt besonders für Kinder. Sie sind oft noch nicht in der Lage, gefährliche Situationen zu erkennen und einzuordnen. „Der ADAC empfiehlt Eltern, das Spiel mit ihren Kindern gemeinsam auszuprobieren und auf Gefahren hinzuweisen“, teilt er mit.

In Amerika und Australien gibt es das Spiel schon länger und dort gab es bereits Massenaufläufe, weil sich Spieler auf der Suche nach einer bestimmten Figur an einem Ort sammelten. Sogar Autounfälle gab es schon - auch in Deutschland.

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Rubriklistenbild: © dpa

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